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Java Bali Reise 2001
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Die traurige Wahrheit
über West Papua

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Kulturschock Eisenbahnfahrt Vogelmarkt Mt. Bromo 
Mt. Bromo  Klassisch Bali Tour Bali aktiv Tour Sudiani

 Unsere  Java/Bali - Reise
beginnt in Jakarta im Juli 2001 in der Zeit als Präsident Wahid abgesetzt wurde.
 

Unveränderte Armutsbilder in Jakarta
Warten auf die Segnungen des Wirtschaftswachstums . In Jakarta ist eine oberflächliche Ruhe eingekehrt, die fast vergessen lässt, welchen Spannungen die indonesische Hauptstadt nach wie vor unterworfen ist.
Eine Stadt für den Reiseprospekt ist es nicht - und wird es kaum werden. Die Bilder der Armut sind nach wie vor erschreckend, und die Segnungen eines wirtschaftlichen Aufschwungs lassen auf sich warten.

Auf dieser Reise erlebten wir Himmel und Hölle auf Erden zum ersten mal persönlich und aus der Nähe, und so bekam ich einen heftigen Kulturschock. Ich  konnte  die zweite und dritte Nacht nicht mehr schlafen. Wir erlebten aber gleichzeitig zum ersten mal, wie sehr wir,  von den meisten dieser Menschen bewundert werden,
und wie Ihr Lächeln bis tief in unser Herz eindringt.
In Bali werden wir dann unser Paradies finden, dass uns nicht mehr loslassen wird.


Eigentlich wollten wir noch mehr von Australien entdecken, doch ich merkte bald das unsere Wünsche entweder zu teuer wurden oder uns halt die zur Verfügung stehenden 3 Wochen nicht reichen würden. So schaute ich mich in den Katalogen verschiedener Reiseveranstalter um und wir merkten bald, dass nur Südostasien unseren Wünschen und unseren finanziellen Möglichkeiten entsprach. So stellten wir diese Reise im Baukastensystem zusammen.

Zu dieser Zeit hat das Indonesische Parlament den Präsidenten  Wahid bereits  abgesetzt, dieser weigerte sich jedoch zurückzutreten. Er setzt seinerseits Ultimaten doch der damalig Polizeiminister weigert sich seine Anweisungen umzusetzen. So war die politische Stabilität im Lande etwas unsicher so dass sich noch weniger Touristen auf Java aufhielten als sonst.

Samstag 14. Juli 2001

Wir flogen ab Zürich via Singapore nach Jarkata

Sonntag 15. Juli 2001

Der Flug , die Einreiseformalitäten und das anschliessende Geldwechseln, zu einem vernünftigen Kurs klappten alles bestem. Auf der einsündigen Taxi fahrt zum unserem Hotel im Zentrum erlebten wir zum ersten mal den fürchterlichen Verkehr auf Java. Bernadette musste vor Schreck mehrmals schreien. Als Bernadette und Thomas sich am Pool erholten machte ich einen Spaziergang durch Jakarta. Ich bemerkte sofort, dass mich alle Leute auf der Strasse anstarrten aber mir ein sehr freundliches lächeln schenkten und ich spürte sofort dass ich willkommen war. Die Strasse zu überqueren in Jakarta ist jedoch eine grosse Kunst und mit Risiko verbunden. Ich lernte zum ersten mal die einzige Verkehrsregel die hier auf Java gilt kennen, der Stärker hat Vortritt.

 


Montag 16. Juli 2001

Am Morgen früh startete unsere Tour durch durch Java nach Bali. Unser Gruppe bestand aus Total 6 Personen, alle aus der Schweiz sowie aus einem Deutschsprechenden Reiseleiter und dem Fahrer unseres Kleinbusses.

Zuerst machten wir noch eine kurze Stadtbesichtigung bevor wir die Stadt verliessen. Die Fahrt führte zuerst nach Bogor zum Botansichen Garten und dann  über den Puncak Pass nach Bandung. Beim verlassen Jakartas fuhren wir an tausenden von erbärmlichen Behausungen vorbei, dann fuhren wir an tausenden von Verkaufs Ständen am Strassenrand vorbei. Die meisten verkauften Bananen, teilweise schon halb verdorben. Oder dann verkauften wieder alle irgend  welche Plastik Artikel. Wahrscheinlich hatte sich einer ein gutes Geschäft gemacht, und alle andern wurden übers Ohr gehauen.. Der Verkehr war grauenhaft. Vor allem die Busfahrer fuhren mehr als kriminell. Die überholen alles und an jeder Stelle. Es ist im wahrsten Sinne ein mörderisches Rennen um Fahrgäste. Die Fahrer müssen auf jeden Fall Ihren Bossen am ende des Tages einen bestimmten Betrag abliefern, wenn sie diesen nicht eingenommen haben, müssen sie den Rest aus ihrem eigenen Sack bezahlen. Die Bosse bestechen die Polizei schon im voraus, so dass es nach einem möglichen Unfall schnellst möglichst weitergehen kann. Am späten Nachmittag machten Bernadette und ich dann noch einen Spaziergang von unserem Hotel zu Zentrum in Bandung. Hunderte warteten mit einem Fahrrad Ritschka auf Kunden. Wie viele von denen heute wohl mehr eingenommen habe als dass Sie Ihrem Boss abzuliefern haben? Viele solcher Dinge gingen mir durch den Kopf. Beim zurückgehen, sahen wir dann wie sich ein älteres, nettes Ehepaar,  vor einem Schaufenster Ihr Nachlager einrichtetet. Sie bekamen von einer Frau etwas Geld ohne darum zu betteln. Wir gaben Ihnen natürlich auch einen schönen Betrag. Ich war tief erschüttert. Die Eindrücke die auf mich herein gebrochen waren, bereiteten mir schlaflose Nächte.

Dienstag den 17. Juli 2001

Heute gingen wir zum Vulkankrater Tangkuban Perahu auf 1830 m Höhe. Die Fahrt verlief durch schöne  Teeplantagen.

Am Nachmittag besuchten wir ein Anklung Konzert in Bandung. Kinder und Jugendliche spielten für uns auf Ihren Bambus Instrumenten. In Ihren farbenprächtigen Kostümen zeigten Sie uns eine tolle Aufführung. Am Schluss durften auch wir unter Anleitung der Kinder mitspielen. So gab es auch einwenig Kontakt untereinander. Es war ganz toll, und für diese Musikschule gab es so die notwendige finanzielle Unterstützung.
Trotz dieses Erlebnisreichen und harmonischem Tag konnte ich wieder nicht schlafen. Doch ich konnte mich wenigsten auf den kommenden Tag freuen. Denn auf die achtstündige Bahnfahrt von Bandung nach Yogyakarta freute im mich schon lange riesig.


Mittwoch den 18. Juli  2001

Die Eisenbahnfahrt war einfach toll. Ich genoss jede Minute davon, durch diese abwechslungsreichen Landschaften. Das Hotel in Yogyakarta war sehr zentral gelegen, so dass wir jeweils in kurzer Zeit mitten im sehr lebhaften Zentrum waren. Überall wurden wir freundlich angesprochen, doch nicht ganz uneigennützig, wollten sie uns doch in einen Batikshop locken.  Yogyakarta ist ganz anders als Jakarta und Bandung. Die Universitätsstadt wirkte auf mich sehr exotisch und spannend. Abends gab es dann noch eine Aufführung des Ramayana Ballets, das Szenen aus dem
grossen Ramayana-Epos auf der Bühne aufführte.

Donnerstag den 19. Juli 2001

Besichtigung des Sultanpalastes, des Vogelmarkt, einer Silberwerkstatt und einer Batikfabrik waren die heutigen Programmpunkte. Der so genannte Vogelmarkt in Yogyakarta ist sehr exotisch. Auf dem linken Bild sieht man wie wenig manche Händler anzubieten haben, eigentlich wären dies bei uns nur noch die Abfallprodukte. Ich hatte dann an einem Stand eine ganz einfach Schöpfkelle als Andenken gekauft. Die Händlerin konnte dies gar nicht begreifen. Sie lachte laut heraus und rief lauthals: Was will den dieser reiche Holländer mit dieser Kelle. Bald lachte der halbe Markt über mich. Holländer deshalb weil für die älteren Einheimische alle weissen Holländer sind , wie zur Kolonialzeit. In der Batikfabrik durften wir versuchen mitzuarbeiten und kauften am Schluss auch zwei schöne Bilder für sehr wenig Geld.

 

Freitag den 20. Juli 2001
Am Morgen besichtigten wir das imposanteste Buddhistische Bauwerk der Welt, den Borobudur Tempel. Am Nachmittag genossen wir noch einmal das rege Treiben in Yogyakarta.

Samstag den 21 Juli 2001
Eine lange anstrengende  Fahrt zum Fuss des Mt. Bromo stand heute auf dem Programm.

 

Sonntag den 22. Juli 2001

Bereits am Morgen um 03.00 fuhren wir zu Mt. Bromo Gebiet auf über 2000 Meter Höhe. Zuerst genossen wir den Sonnenaufgang. Anschliessend ging es auf dem Pferderücken zum rauchenden Kraterrand. Am Mittag flogen wir dann nach Bali zum  Rama Beach Hotel in Tuban.


Montag den 23. Juli bis Mittwoch den 25. Juli

Wir liessen uns an der Kuta Beach verwöhnen und wir trafen das ersten mal Sudiani ( Susi )
Thomas übte sich unterdessen im Surfen.

 

Donnerstag den 26. Juli bis Samstag den 28. Juli 2001

Klassische Bali Tour - Am ersten Tag besuchten wir eine Barong Aufführung, den Justizpalast in Kulungkung  den Beskih Muttertempel und wir übernachteten in Ubud.
Am zweiten Tag, am Morgen in der Früh, machten wir einen Spaziergang durch den Affenwald. Nach dem Frühstück ging es Richtung Lovina Beach an Reis Terrassen und am Batur Vulkan vorbei.

 

Barong Tanz

Spaziergang und Sonnenuntergang  an der Lovina Beach.
Am dritten Tag, am Morgen in der Früh, machten wir eine Delphin Watching-Tour und nach einem feinen Frühstückt fuhren wir durch fantastische Landschaften, und wir machten einen Besuch des farbenprächtigen Markt in Bedugul . Als Abschluss besuchten wir den Tanah Lot Tempel.

So, nun hiess es Abschied  nehmen von unseren Begleitern, dem sehr netten
Guide und unserem Fahrer, dieser drei Tages Tour. Eine Ideale Tour für Bali
Neulinge, die Insel und Ihre liebenswerten Menschen etwas kennen zulernen
und um die fantastischen Landschaften  geniessen zu können. Es bleibt
genügend Zeit, um auch jederzeit spontane Halts einzuschieben, den irgendwo
gibt es immer etwas spezielles zu sehen, sei es eine Prozession oder eine
Kremationsfeier. Man wird auch immer aufgefordert näher zu kommen und
Fotos zu schiessen. Es wird einem nie das Gefühl gegeben ein Fremder zu sein.


Sonntag den 29. Juli und Montag den 30 Jul
i

Wir verbrachten zwei weitere Tage an der Kuta Beach
 

 

Dienstag 31. Juli und Mittwoch 1. August 2001

Unser 2 Tages Tour Bali aktiv erleben begann. Wir besichtigten eine typisches Balinesisches Haus und fuhren durch die fantastischen Landschaft im Osten, und  machten auch immer wieder kleine Wanderungen. In Candi Dasa bezogen wir dann unser Hotel. Dort gingen wir am Nachmittag  mit einem Boot raus zum Reef  und nachher besuchte ich noch ein kleine Siedlung mitten im Wald, in der nähe unseres Hotels, und sah den Leuten beim Karten spielen zu, und später fand auch noch ein Hahnenkampf statt. Am Schluss wurde ich von einem jungen Mann mit dem Mofa zu Hotel gefahren.

Am Morgen des zweiten Tages machten wir eine gut zweistündige Wanderung. Nicht genug, dass wir einen Guide und eine Fahrer als Begleiter hatten, nein jetzt kam auch noch ein Hotelangestellter als Wanderleiter mit, für uns drei. Wo sonst auf der Welt ist dies möglich, als in Asien, und diese liebenswerten Menschen sind Stolz uns Ihr schönes Land zeigen zu dürfen. Wir wurden auf Händen getragen. Zu Fuss lässt sich ein Land am besten entdecken.


Donnerstag den 2. August bis Samstag 4. August 2001 

Noch zwei Tage blieben uns Zeit an der Kuta Beach. Am Freitagabend hiess es Abschied zu nehmen von Bali und von unsern neuen Freunden.

 

Als wir am Freitag Nachmittag die Kuta Beach verliessen, war grosser Abschied angesagt. Uns kamen Tränen von dieser unglaublich herzlichen Verabschiedung von so vielen lieben Menschen. Mit Susi und Ihrer Familie blieben wir in Briefkontakt. Sie spricht und versteht  relativ gut Englisch , doch Englisch lesen und schreiben hat Sie nie gelernt und es bereitet Ihr Mühe. Wir sagten Ihr Sie solle ein Bankkonto eröffnen damit wir monatlich etwas Geld überweisen können, was auch klappte. Sie erhielt die erste Überweisung. Doch sie realisierten trotz meines mehrmaligem nachfragen nicht, dass wir Ihnen monatlich etwas Geld überwiesen. So hatten Sie ausser das ersten mal nie mehr Geld abgehoben, bis zu unserem erneuten Besuch 2 Jahre später. Sie hätten das Geld doch so dringend gebraucht, denn Sie hatten einen Umzug zu bewältigen und Susi hatte auch noch einen Unfall mit dem Mofa, und dann folgte auch noch der Bombenterror.

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 Letzte Aktualisierung am  26.06.2008 20:58:16