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In welchem Masse die Interessen der Reichen und Mächtigen
Indiens den Bedürfnissen der Armen des Landes entgegenstehen, wurde in den
vergangenen drei Jahrzehnten wiederholt durch Aufsehen erregende Umweltdebatten
verdeutlicht. Obwohl eine beschleunigte wirtschaftliche Entwicklung immer das
Ziel verfolgen sollte, Wohlstand für alle zu schaffen, hat die Ausbeutung von
Indiens natürlichen Ressourcen nur allzu oft zum genau entgegen gesetzten
Ergebnis geführt. Rund 40 % der Einwohner Indiens, der grössten Demokratie der
Erde, führen ein Leben unter der Armutsgrenze. Vielen Reisenden die zum ersten mal
nach Indien kommen, gelingt es kaum, diese unerbittlichen Gegensätze zu verdauen.
Indien ist aber, ein wirklich aussergewöhnliches Reiseland das sich gut und sicher
bereisen lässt. Doch wie auch immer man Indien erlebt, ob man sich in das Land
verliebt oder es in Zukunft meidet, ob man zwischen Liebe und Hass schwankt,
eines ist sicher: Nach einer Indienreise sieht man die Welt mit anderen Augen.
In unserem Reiseberichten wirst du vielleicht den Taj Mahal und andere
Kulturdenkmäler vermissen? Bei unserer zweiten Reise, als wir mit dem Zug von
Delhi nach Bhopal unterwegs waren, und als in Agra alle anderen Touristen
ausstiegen, begann für uns die Indienreise erst Richtig. Was Bernadette
und mich vor allem begeistert, sind die aussergewöhnlich
liebenswerten Menschen, mit denen in Kontakt zu kommen nun wirklich
keine Kunst ist, wird man doch so oft zu Ihnen nach Hause eingeladen,
egal ob man sich sprachlich Verständigen kann oder nicht. Das zweite was
uns an Indien so begeistert, sind seine herrlichen
Landschaften.
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