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Unser persönliche Meinung mal vorweg:
Für uns wäre dieser NP eine grosse Endtäuschung gewesen, wenn wir
nicht das grosse Glück gehabt hätten, auf unserer Nachmittagssafari
einen männlichen Tiger ganz nahe zu sehen.
Die Safaris in diesem Park sind nur auf das erspähen eines
Tiger ausgerichtet. Die Guides sind am Aufspüren eines Tiger interessiert um die
Erfolgsquote möglichst hoch zu Halten und um sich ein
möglichst grosses Trinkgeld zu ergattern.
Es gibt 5 verschieden Routen im Park. Diese werden von der
Parkleitung zugeteilt und so kommt es oft vor, dass Leute zwei oder
auch mehrmals die gleicht Route erwischen, wie es bei uns auch der
Fall war.
Es war verdammt kalt auf der Morgensafari in den
offenen Fahrzeugen. Es wurden bei den verschiedenen Hotels die
Touristen eingesammelt so dass es schon eine weile dauerte bis wir
überhaupt beim Parkeingang ankamen. Auf der Morgen Safari haben wir
nur ganz wenige Tiere gesehen. Ganz zu letzt, sahen wir dann doch
noch ganz wenig eines Tigerkopfs im hohen Gras . Der Guide feierte
sich und den Fahrer wie Helden, und er konnte nicht mehr aufhören
sich zu loben.
Die meisten der anderen Fahrgäste waren jedoch auch begeistert.
Bei der Nachmittagssafari wussten natürlich auf
unserer Route alle Guides von
diesem männlichen Tiger und wo er seinen Tagesschlaf verbrachte.
Von daher war es unser Glück, dass wir noch einmal der
gleichen Route zugeteilt wurden.
Die Guides auf dieser Route, fokussierten sich jetzt natürlich ganz
auf diesen Tiger. Es wurde damit spekuliert, dass dieser Tiger sich
zwischen 16.00 und 16.30 Uhr auf den abendlichen Rundgang durch sein
Revier begegnen würde. Die männlichen Tiger legen pro Nacht 20 bis 30
km zurück.
Es warteten ungefähr sechs Vehikel in einer Reihe auf den Tiger.
Wir sassen im hintersten Wagen ganz zuhinterst.
Plötzlich hörten wir viele Alarmrufe,
und die Antilopen vor uns bewegten sich ganz nervös hin und her.
Schon dieses alleine war ein Erlebnis der ganz besonderen Art.
Die Luft schien wie mit Elektrizität geladen zu sein. Die Spannung
stieg fast ins Unermessliche.
Ich sass hinten links auf dem Geländer als plötzlich der Tiger ganz
langsam und majestätisch aus den hohen Gras auftauchte. Ich war so
aufgeregt, dass ich alles um mich herum vergass.
Der Tiger lief direkt auf unseren Wagen zu. Alls er ungefähr zwanzig
Meter von uns entfernt war, startet unser Fahrer das Fahrzeug und
setzte den Wagen leicht zurück, um dem Tiger eine Lücke zu öffnen.
Doch der Tiger zog es vor am hinteren Ende des Wagen vorbei zu
spazieren. Der Tiger schlenderte ganz Nahe am ende unseres
Wagens vorbei, also nur 2 m von mir entfernt.
Später erinnert ich mich nur noch daran, dass unser Guide mir
zugeflüstert hatte, kein Blitzlicht zu verwenden, doch zu diesem
Zeitpunkt war ich nicht ansprechbar gewesen.
Langsam verschwand der Tiger
dann wieder im Dschungel.
Da die Tiger von ihrer Kindheit an, an Fahrzeuge
mit Touristen gewohnt sind, lassen sie sich nicht beeindrucken oder
scheinen überhaupt nicht interessiert am daran zu sein.
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