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Indien 2010 Gujarat, Varanasi Kalkutta mit Umgebung |
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I n d i e n 2 0 0 8 R a j a s t a n T e i l 2 Guidos Reiseberichte |
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| Einleitung | Reisebericht Teil 1 | Reisebericht Teil 2 | Infos zur Kamelsafari |
Kamel Safari in der Wüste Thar |
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Morgens um 09.00 ging es los mit unserm 4-tägigen Kameltrek. Das Heritage Resort 9 kms Milstone, Bikaner war der Anbieter unserer Safari in der Wüst Thar. Wir hatten, nur für uns beide, 4 Kamele, 2 Kamelwagen, 4 Kamelführer, 1 Koch und einen Englisch sprechenden Begleiter zur Verfügung. Das erste Aufsteigen auf ein Kamel war ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch eigentlich ganz einfach. Das Sitzen auf einem Kamel ist sehr bequem, man hat die Füsse in Bügeln, so dass man sich kaum festzuhalten braucht. Unsere Tagesetappen waren nicht sehr lang, etwa 10 bis 15 km. Das hiess am Morgen gut 2 Stunden auf dem Kamel zu sitzen und dann am Nachmittag noch einmal gut 2 Stunden. Bei unserem mehr als 3 Stunden Ritt, gab es ein wenig Probleme mit der Oberschenkel Muskulatur. Mit dem Gesäss hatten wir überhaupt keine Probleme. Ob dies ohne das Tragen unserer Radlerhosen, unter den normalen Hosen, auch so gewesen wäre, wissen wir nicht.
Der Tagsverlauf sah ungefähr so aus. 07.30 Sonnenaufgang und Tee und um 08.00 Frühstück. Um 09.15 Aufbruch und bis kurz vor 12.00 Ritt auf dann dem Kamel. Von 12.00 bis 15.00 Pause. Uns wurde ein herrliches Mittagessen zubereitet und für die Siesta bekamen wir Matratzen und Kissen für unser Mittagsschläfchen. Nach 15.00 ging es dann weiter bis um 17.30 Uhr. Den Sonneuntergang genossen jeweils wir bei einem Bier. Nach 19.00 gab es dann ein feines Abendessen. Das Essen schmeckte fantastisch und es war sehr Abwechslungsreich. Zuerst bekamen wir beide das Essen serviert, und nach dem wir fertig waren, assen dann unser Begleiter weiter. Zum schlafen hatten wir ein Zelt mit Matratzen, Schlafsäcken und Decken zur Verfügung. Unsere Begleiter schliefen im Freien.
Auf unseren Touren kamen wir jeweils pro Tag an 2 bis 3 Dörfern vorbei. Wir sahen sehr viele Antilopen und Wüstenfüchse. Zwischen durch begegneten uns auch ein paar Menschen ausserhalb der Dörfer. Uns war nie langweilig, auch mir, bei dem immer etwas los sein muss, nicht. Es war ein grossartiges Erlebnis und sehr, sehr erholsam.
Unsere Kameltreiber waren raue aber
freundliche Burschen. Sie rauchten sehr
viel und so mussten sie ständig husten
und sie spuckten sehr oft. Sie waren
auch zu Faul um zum laufen und so sassen
sie meistens auf den Kamelwagen. Sie
redeten auch ununterbrochen. Uns hatte
dieses alles kaum gestört, doch ich kann
mir schon vorstellen, dass dies nicht
jedermanns Sache ist.
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Jaisalmer |
Die Stadt Jaisalmer liegt
inmitten der Thar Wüste. Wegen ihrer Bauten aus gelbbraunem
Sandstein wird sie häufig als die 'goldene Stadt' bezeichnet. Knapp
80.000 Menschen leben in der Stadt. Das Fort steht auf dem schroffen
dreieckig geformten Trikuta Hill und überragt die Stadt um 76 m. Man
betritt die Festung von der Ostseite vom Gopa Chowk. Im Inneren
befindet sich eine zweite höhere Festungsmauer, die zusätzliche
Sicherheit gegen Angreifer bot. Dahinter finden Besucher eine
Vielzahl von Palästen, die von engen Gassen verbunden werden. Im
Fort Jaislamer leben auch viele Menschen und es gibt Restaurants,
kleiner Hotels und Geschäfte. Wir erreichen Jaisalmer Nachmittags,
checken ein, und besuchen dann das Fort. Auf dem Balkon eines
Restaurant, neben dem Königspalast , genossen wir ein kühles Bier
aus dem ' Teapot ', Die Lady die das Restaurant führt hat keine
Bewilligung für den Alkoholverkauf, denn Frauen erhalten generell
keine Bewilligung. Wir dinierten dann auch noch fürstlich an diesem
königlichen Platz.
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Altstadt von Jaisalmer |
| Heute besuchen wir die
Altstadt ausserhalb des Forts mit seinen fantastischen Havelis,
seinem Basar und seinem pulsierenden Leben. Anschliessend besuchen wir das ' Desert Festival ' das an diesem Wochenende stattfand. Nachher geht es wieder zurück zum Fort und zur Altstadt. Wir genossen Jaisalmer sehr, auch weil man hier noch einigermassen sicher vor dem Verkehr durch die Gassen schlendern kann.
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| Unterwegs |
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Jodhpur, die ’Blaue Stadt’, |
| Jodhpur, die ’Blaue Stadt’,
ist genau wie Jaisalmer historisch gesehen ein Handelszentrum. Die
Stadt ist auch bestrebt, diese Funktion im heutigen Indien
beizubehalten. Nach Jaipur gehört Jodhpur zu den größten Städten
Rajasthans. Das 122 m über dem Tal von Jodhpur auf einem Felsen
thronende Fort ist ein Muss auf der Reise durch die
farbenprächtigste Ecke Indiens. Kaum eine der Festungen in Indien
kann sich mit dem Mehrangarh - Fort messen. Außerdem lohnt sich auch immer ein Besuch der Altstadt mit dem belebten Sadaar Bazar, der mit seinen vielen kleinen Werkstätten und Lädchen zum Bummeln einlädt.
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Trekking in dem Aravalli Bergen |
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Ranakpur liegt auf einer Höhe von 486 Meter abgelegen in einem waldreichen Tal im Westen der Aravallibergkette 10 Kilometer südlich der Kleinstadt Sadri auf einer Linie zwischen Jodhpur und Udaipur, 96 Kilometer von letzterer Stadt nach Norden. Ranakpur ist ist wegen der dort gelegenen Tempelgruppe aus dem 15. Jahrhundert, der wohl größten und am üppigsten ausgeschmückten Tempelanlage der Jainas in Indien bekannt. In Kairla machen wir Pause und Verpflegen und mit Essen von den Strassenständen. Wir lieben die verschiedenen Teigtaschen wie Samosa und die anderen vegetarischen Snacks der indischen Strassenküchen. Das Unterwegs sein ist in Indien oft ebenso spannend und interessant wie das Ziel, dass man erreichen will.
Wir übernachten im Hotel Maharani Bagh, einer sehr schönen Anlage, mit einem sehr grossen Dschungelpark. Mein Spaziergang durch den Park und die Umgebung genoss ich sehr. Später ausserhalb der Anlage wurde ich zu einer Familie eingeladen, deren zwei Töchter in Hotels arbeiten und so ein wenig Englisch sprechen können. Ihr Haus hat kein Stromanschluss, wie alle anderen Häuser hier ausserhalb der Ortschaften. Die beiden zeigten mir Fotos, als sie ungefähr 10 Jahre alt waren, von Ihrer, und auch von der Verlobung ihres Bruders. So bald sie Erwachsen sind, werden sie dann heiraten. Die Mädchen erzählen mir dies alles voller Stolz, so dass ich annehme, sie Wissen von nichts anderem. Solche Begegnungen zählen für mich zu den Höhepunkt einer Reise.
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Fort Kumbalgarh |
Wir wanderten durch kleine
Dörfer in den Aravalli Berge hinauf auf 1078m durch die bewaldete
Hügellandschaften des Wildschutzgebiets zum Fort Kumbalgarh und
später hinunter durch die bewaldete Hügellandschaft des
Wildschutzgebiets nach Rankapur. Die letzte Stunde der Wanderung
hinauf nach Kumbalgarh war recht anstrengend, ansonsten waren es
eine sehr angenehme Wanderungen.
Ehemals war die Festung von Kumbhalgarh eins der wichtigsten
Bollwerke im südlichen Rajasthan. Gelegen auf einer der höchsten
Spitzen der Aravalli-Berge umgeben von einer 36km langen Mauer war
es Rückzugsort der Herrscher von Mewar in Zeiten der Gefahr. Erbaut
im 15ten Jahrhundert vom Maharana Kumbha Singh wurde es nur einmal
in seiner langen Geschichte gestürmt, von den vereinten Armeen
Marwars (Jodhpur), Ambers (Jaipur) und des Mogulkaisers Akbar Heute
sind die Berge um Kumbhalgarh Nationalpark und beherbergen unter
anderem eine der letzten großen Wolfspopulationen Indiens sowie
Leoparden, die seltenen Dschungelkatzen und die kuriosen
Lippenbären.
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Rund 40 % der Einwohner Indiens, führen ein Leben unter der Armutsgrenze |
In welchem Masse die
Interessen der Reichen und Mächtigen Indiens den Bedürfnissen der
Armen des Landes entgegenstehen, wurde in den vergangenen drei
Jahrzehnten wiederholt durch Aufsehen erregende Umweltdebatten
verdeutlicht. Obwohl eine beschleunigte wirtschaftliche Entwicklung
immer das Ziel verfolgen sollte, Wohlstand für alle zu schaffen, hat
die Ausbeutung von Indiens natürlichen Ressourcen nur allzu oft zum
genau entgegen gesetzten Ergebnis geführt. Rund 40 % der Einwohner
Indiens, der grössten Demokratie der Erde, führen ein Leben unter
der Armutsgrenze. Vielen Reisenden die zum ersten mal nach Indien
kommen, gelingt es kaum, diese unerbittlichen Gegensätze zu
verdauen. Indien ist aber, ein wirklich aussergewöhnliches Reiseland
das sich gut und sicher bereisen lässt. Doch wie auch immer man
Indien erlebt, ob man sich in das Land verliebt oder es in Zukunft
meidet, ob man zwischen Liebe und Hass schwankt, eines ist sicher:
Nach einer Indienreise sieht man die Welt mit anderen Augen.
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Frauen in Indien |
| Gewalt gegen Frauen geht in
Indien weit über die alltäglichen sexuellen Übergriffe in und
außerhalb des Hauses hinaus. Weibliche Föten werden gezielt
abgetrieben und kleine Mädchen so sehr vernachlässigt, dass sie
wesentlich öfter an heilbaren Krankheiten sterben als Jungen. In
manchen ländlichen Regionen Indiens werden neugeborene Mädchen
gleich nach der Geburt umgebracht. Solche Praxis hängt zum Teil
damit zusammen, dass Familien sich hoch verschulden müssen, um die
für die Verheiratung einer Tochter erforderliche Mitgift
aufzubringen. Außerdem haben alleinstehende oder geschiedene Frauen in Indien einen besonders schweren Stand. Eine Frau ohne Mann gilt nichts und wird wie eine Prostituierte behandelt.
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Udaipr |
Mit Namen wie 'Stadt der
Paläste' und 'Märchenland' ausgestattet, präsentiert sich hier die
romantischste Stadt Rajasthans. Zu Füßen des auf einem Hügel
stehenden Stadtpalastes pulsiert das Leben Udaipurs, das 1568 von
Maharana Udai Singh als Hauptstadt des Mewar-Reiches gegründet
wurde. Den Stadtpalast erreicht man durch das große Tripola-Tor; und
das Festungsinnere bietet ein Bild zarter, anmutiger Schönheit.
Marmorpavillons, Fresken, Wandmalereien und dekorierte Säulen,
kleine Gärten und viele kleine Paläste finden sich innerhalb der
Anlage. Unter anderem: Suraj Gokhada oder Sonnen-balkon, Bada Mahal,
Shees Mahal, Bhim Vilas, Chini Chitrasal und Mor Chowk. Der Jagat
Niwas, auch Seenpalast genannt, wurde 1746 als Sommerpalast der
Fürsten von Merwar aus Marmor erbaut. Er steht auf einer Insel des
Pichola-Sees und ist heute ein Luxushotel. In diesem See gibt es
auch noch den aus rotem Sandstein gebauten Jag Mandir-Palast, der
einst mit kostbaren Einlegearbeiten ausgestattet war.
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Mit dem Mewar Nacht-Express zurück nach Delhi |
| Der Zug verlässt Udaipur 18.35
und erreicht Delhi um 06.15 Uhr Wir haben sehr gut geschlafen im vollbesetzten Zug. Das Zugreisen in Indien ist sehr angenehm und sehr günstig und ausserdem kam man sich damit noch eine Hotelnacht sparen
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Letzte Aktualisierung am 14.05.2010 16:42:16
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