G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e

Indien
Einleitung

 Südindien 2003  Indien 2005
Sikkim + Darjeelin
Indien 2007
Von Kerala nach Kalkutta
 Zentralindien 2004

Mensch und Umwelt

Indien 2008
Rajasthan

Indien 2009
Chhattisgarh + Orissa

Indien 2010
Gu
jarat, Varanasi 
Kalkutta mit Umgebung

Südindien 2011

I n d i e n  2 0 0 8
R a j a s t a n  T e i l  2
Guidos Reiseberichte
 
Einleitung Reisebericht Teil 1 Reisebericht Teil 2 Infos zur Kamelsafari

Kamel Safari in der Wüste Thar

Morgens um 09.00 ging es los mit unserm 4-tägigen Kameltrek. Das Heritage Resort 9 kms Milstone, Bikaner war der Anbieter unserer Safari in der Wüst Thar. Wir hatten, nur für uns beide, 4 Kamele, 2 Kamelwagen, 4 Kamelführer, 1 Koch und einen Englisch sprechenden Begleiter zur Verfügung. Das erste Aufsteigen auf ein Kamel war ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch eigentlich ganz einfach. Das Sitzen auf einem Kamel ist sehr bequem, man hat die Füsse in Bügeln, so dass man sich kaum festzuhalten braucht. Unsere Tagesetappen waren nicht sehr lang, etwa 10 bis 15 km. Das hiess am Morgen gut 2 Stunden auf dem Kamel zu sitzen und dann am Nachmittag noch einmal gut 2 Stunden. Bei unserem mehr als 3 Stunden Ritt, gab es ein wenig Probleme mit der Oberschenkel Muskulatur. Mit dem Gesäss hatten wir überhaupt keine Probleme. Ob dies ohne das Tragen unserer Radlerhosen, unter den normalen Hosen, auch so gewesen wäre, wissen wir nicht.

Der Tagsverlauf sah ungefähr so aus. 07.30 Sonnenaufgang und Tee und um 08.00 Frühstück. Um 09.15 Aufbruch und bis kurz vor 12.00 Ritt auf dann dem Kamel. Von 12.00 bis 15.00 Pause. Uns wurde ein herrliches Mittagessen zubereitet und für die Siesta bekamen wir Matratzen und Kissen für unser Mittagsschläfchen. Nach 15.00 ging es dann weiter bis um 17.30 Uhr. Den Sonneuntergang genossen jeweils wir bei einem Bier. Nach 19.00 gab es dann ein feines Abendessen. Das Essen schmeckte fantastisch und es war sehr Abwechslungsreich. Zuerst bekamen wir beide das Essen serviert, und nach dem wir fertig waren, assen dann unser Begleiter weiter. Zum schlafen hatten wir ein Zelt mit Matratzen, Schlafsäcken und Decken zur Verfügung. Unsere Begleiter schliefen im Freien.

Auf unseren Touren kamen wir jeweils pro Tag an 2 bis 3 Dörfern vorbei. Wir sahen sehr viele Antilopen und Wüstenfüchse. Zwischen durch begegneten uns auch ein paar Menschen ausserhalb der Dörfer. Uns war nie langweilig, auch mir, bei dem immer etwas los sein muss, nicht. Es war ein grossartiges Erlebnis und sehr, sehr erholsam.

Unsere Kameltreiber waren raue aber freundliche Burschen. Sie rauchten sehr viel und so mussten sie ständig husten und sie spuckten sehr oft. Sie waren auch zu Faul um zum laufen und so sassen sie meistens auf den Kamelwagen. Sie redeten auch ununterbrochen. Uns hatte dieses alles kaum gestört, doch ich kann mir schon vorstellen, dass dies nicht jedermanns Sache ist.
Sechs Begleiter zu haben heisst dann natürlich auch 6 x Trinkgeld zu geben.
Nach unserem letzten Teilstück gingen wir ins Heritage Resort zurück, wo für uns ein Zimmer zum Duschen und zum Umziehnen zur Verfügung stand.

Jaisalmer

Die Stadt Jaisalmer liegt inmitten der Thar Wüste. Wegen ihrer Bauten aus gelbbraunem Sandstein wird sie häufig als die 'goldene Stadt' bezeichnet. Knapp 80.000 Menschen leben in der Stadt. Das Fort steht auf dem schroffen dreieckig geformten Trikuta Hill und überragt die Stadt um 76 m. Man betritt die Festung von der Ostseite vom Gopa Chowk. Im Inneren befindet sich eine zweite höhere Festungsmauer, die zusätzliche Sicherheit gegen Angreifer bot. Dahinter finden Besucher eine Vielzahl von Palästen, die von engen Gassen verbunden werden. Im Fort Jaislamer leben auch viele Menschen und es gibt Restaurants, kleiner Hotels und Geschäfte. Wir erreichen Jaisalmer Nachmittags, checken ein, und besuchen dann das Fort. Auf dem Balkon eines Restaurant, neben dem Königspalast , genossen wir ein kühles Bier aus dem ' Teapot ', Die Lady die das Restaurant führt hat keine Bewilligung für den Alkoholverkauf, denn Frauen erhalten generell keine Bewilligung. Wir dinierten dann auch noch fürstlich an diesem königlichen Platz.

Altstadt von Jaisalmer

Heute besuchen wir die Altstadt ausserhalb des Forts mit seinen fantastischen Havelis, seinem Basar und seinem pulsierenden Leben.
Anschliessend besuchen wir das ' Desert Festival ' das an diesem Wochenende stattfand. Nachher geht es wieder zurück zum Fort und zur Altstadt. Wir genossen Jaisalmer sehr, auch weil man hier noch einigermassen sicher vor dem Verkehr durch die Gassen schlendern kann.
Unterwegs

Jodhpur, die ’Blaue Stadt’,

Jodhpur, die ’Blaue Stadt’, ist genau wie Jaisalmer historisch gesehen ein Handelszentrum. Die Stadt ist auch bestrebt, diese Funktion im heutigen Indien beizubehalten. Nach Jaipur gehört Jodhpur zu den größten Städten Rajasthans. Das 122 m über dem Tal von Jodhpur auf einem Felsen thronende Fort ist ein Muss auf der Reise durch die farbenprächtigste Ecke Indiens. Kaum eine der Festungen in Indien kann sich mit dem Mehrangarh - Fort messen.
Außerdem lohnt sich auch immer ein Besuch der Altstadt mit dem belebten Sadaar Bazar, der mit seinen vielen kleinen Werkstätten und Lädchen zum Bummeln einlädt.

Trekking in dem Aravalli Bergen

Ranakpur liegt auf einer Höhe von 486 Meter abgelegen in einem waldreichen Tal im Westen der Aravallibergkette 10 Kilometer südlich der Kleinstadt Sadri auf einer Linie zwischen Jodhpur und Udaipur, 96 Kilometer von letzterer Stadt nach Norden. Ranakpur ist ist wegen der dort gelegenen Tempelgruppe aus dem 15. Jahrhundert, der wohl größten und am üppigsten ausgeschmückten Tempelanlage der Jainas in Indien bekannt. In Kairla machen wir Pause und Verpflegen und mit Essen von den Strassenständen. Wir lieben die verschiedenen Teigtaschen wie Samosa und die anderen vegetarischen Snacks der indischen Strassenküchen. Das Unterwegs sein ist in Indien oft ebenso spannend und interessant wie das Ziel, dass man erreichen will.

Wir übernachten im Hotel Maharani Bagh, einer sehr schönen Anlage, mit einem sehr grossen Dschungelpark. Mein Spaziergang durch den Park und die Umgebung genoss ich sehr. Später ausserhalb der Anlage wurde ich zu einer Familie eingeladen, deren zwei Töchter in Hotels arbeiten und so ein wenig Englisch sprechen können. Ihr Haus hat kein Stromanschluss, wie alle anderen Häuser hier ausserhalb der Ortschaften. Die beiden zeigten mir Fotos, als sie ungefähr 10 Jahre alt waren, von Ihrer, und auch von der Verlobung ihres Bruders. So bald sie Erwachsen sind, werden sie dann heiraten. Die Mädchen erzählen mir dies alles voller Stolz, so dass ich annehme, sie Wissen von nichts anderem. Solche Begegnungen zählen für mich zu den Höhepunkt einer Reise.

 

Fort Kumbalgarh

Wir wanderten durch kleine Dörfer in den Aravalli Berge hinauf auf 1078m durch die bewaldete Hügellandschaften des Wildschutzgebiets zum Fort Kumbalgarh und später hinunter durch die bewaldete Hügellandschaft des Wildschutzgebiets nach Rankapur. Die letzte Stunde der Wanderung hinauf nach Kumbalgarh war recht anstrengend, ansonsten waren es eine sehr angenehme Wanderungen.
 

Ehemals war die Festung von Kumbhalgarh eins der wichtigsten Bollwerke im südlichen Rajasthan. Gelegen auf einer der höchsten Spitzen der Aravalli-Berge umgeben von einer 36km langen Mauer war es Rückzugsort der Herrscher von Mewar in Zeiten der Gefahr. Erbaut im 15ten Jahrhundert vom Maharana Kumbha Singh wurde es nur einmal in seiner langen Geschichte gestürmt, von den vereinten Armeen Marwars (Jodhpur), Ambers (Jaipur) und des Mogulkaisers Akbar Heute sind die Berge um Kumbhalgarh Nationalpark und beherbergen unter anderem eine der letzten großen Wolfspopulationen Indiens sowie Leoparden, die seltenen Dschungelkatzen und die kuriosen Lippenbären.
Wir haben auf unserer Wanderung zweimal einen Blue Bull angetroffen. Diese imposanten Tiere haben eine Schulterhöhe von 140 cm und einem Gewicht von 300 kg, es ist die grösste Antilopen Arten.

Rund 40 % der Einwohner Indiens, führen ein Leben unter der Armutsgrenze

In welchem Masse die Interessen der Reichen und Mächtigen Indiens den Bedürfnissen der Armen des Landes entgegenstehen, wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten wiederholt durch Aufsehen erregende Umweltdebatten verdeutlicht. Obwohl eine beschleunigte wirtschaftliche Entwicklung immer das Ziel verfolgen sollte, Wohlstand für alle zu schaffen, hat die Ausbeutung von Indiens natürlichen Ressourcen nur allzu oft zum genau entgegen gesetzten Ergebnis geführt. Rund 40 % der Einwohner Indiens, der grössten Demokratie der Erde, führen ein Leben unter der Armutsgrenze. Vielen Reisenden die zum ersten mal nach Indien kommen, gelingt es kaum, diese unerbittlichen Gegensätze zu verdauen. Indien ist aber, ein wirklich aussergewöhnliches Reiseland das sich gut und sicher bereisen lässt. Doch wie auch immer man Indien erlebt, ob man sich in das Land verliebt oder es in Zukunft meidet, ob man zwischen Liebe und Hass schwankt, eines ist sicher: Nach einer Indienreise sieht man die Welt mit anderen Augen.

Frauen in Indien

Gewalt gegen Frauen geht in Indien weit über die alltäglichen sexuellen Übergriffe in und außerhalb des Hauses hinaus. Weibliche Föten werden gezielt abgetrieben und kleine Mädchen so sehr vernachlässigt, dass sie wesentlich öfter an heilbaren Krankheiten sterben als Jungen. In manchen ländlichen Regionen Indiens werden neugeborene Mädchen gleich nach der Geburt umgebracht. Solche Praxis hängt zum Teil damit zusammen, dass Familien sich hoch verschulden müssen, um die für die Verheiratung einer Tochter erforderliche Mitgift aufzubringen.
Außerdem haben alleinstehende oder geschiedene Frauen in Indien einen besonders schweren Stand. Eine Frau ohne Mann gilt nichts
und wird wie eine Prostituierte behandelt.

Udaipr

Mit Namen wie 'Stadt der Paläste' und 'Märchenland' ausgestattet, präsentiert sich hier die romantischste Stadt Rajasthans. Zu Füßen des auf einem Hügel stehenden Stadtpalastes pulsiert das Leben Udaipurs, das 1568 von Maharana Udai Singh als Hauptstadt des Mewar-Reiches gegründet wurde. Den Stadtpalast erreicht man durch das große Tripola-Tor; und das Festungsinnere bietet ein Bild zarter, anmutiger Schönheit. Marmorpavillons, Fresken, Wandmalereien und dekorierte Säulen, kleine Gärten und viele kleine Paläste finden sich innerhalb der Anlage. Unter anderem: Suraj Gokhada oder Sonnen-balkon, Bada Mahal, Shees Mahal, Bhim Vilas, Chini Chitrasal und Mor Chowk. Der Jagat Niwas, auch Seenpalast genannt, wurde 1746 als Sommerpalast der Fürsten von Merwar aus Marmor erbaut. Er steht auf einer Insel des Pichola-Sees und ist heute ein Luxushotel. In diesem See gibt es auch noch den aus rotem Sandstein gebauten Jag Mandir-Palast, der einst mit kostbaren Einlegearbeiten ausgestattet war.

Mit dem Mewar Nacht-Express zurück nach Delhi

Der Zug verlässt Udaipur 18.35 und erreicht Delhi um 06.15 Uhr
Wir haben sehr gut geschlafen im vollbesetzten Zug. Das Zugreisen in Indien ist sehr angenehm und sehr günstig und ausserdem kam man sich damit noch eine Hotelnacht sparen
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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:28:43 

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