G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e

Indien
Einleitung

 Südindien 2003  Indien 2005
Sikkim + Darjeelin
Indien 2007
Von Kerala nach Kalkutta
 Zentralindien 2004

Mensch und Umwelt

Indien 2008
Rajasthan

Indien 2009
Chhattisgarh + Orissa

Indien 2010
Gu
jarat, Varanasi 
Kalkutta mit Umgebung

Südindien 2011

I n d i e n  2 0 0 8
R a j a s t a n  T e i l  1
Guidos Reiseberichte
 
Einleitung Reisebericht Teil 1 Reisebericht Teil 2 Infos zur Kamelsafari
Rajasthan Reisebericht über eine 4-tägige Kamelsafari, über das Trekking in den Aravalli Bergen, über die fast unglaubliche Begegnung mit einem Tiger im Ranthambore NP sowie den vielen anderen Begegnungen mit den Menschen und der Natur Rajasthans. Alles ist hier eine Spur größer, gewaltiger, schöner und atemberaubender als anderswo. Ein Land voller Kultur, Kunst und den sorgsam restaurierten Zeugnissen einer goldenen Vergangenheit. Rajasthan bietet für nahezu jeden Reisenden etwas: Abenteuerliche Erlebnisreisen, Trekking in den ältesten Gebirgsgebieten Indiens, den Aravallis, Kamelsafaris oder eine Palast-Reise auf den Spuren der einstigen Maharadschas. Rajasthan besitzt eine Gesamtfläche von ca. 343.000 Quadratkilometern, von denen allein die Wüste Thar mit seinen faszinierenden Wanderdünen 196.000 qkm einnimmt. Das raue und trockene Klima hat die Bewohner dieser Region zu einer halbnomadischen Lebensweise gezwungen

Indiens Verkehr

Wir fahren vom Flughafen direkt nach Agra wo wir kurz nach dem Mittag eintreffen werden. Unterwegs halten wir bei einem Restaurant an und Essen etwa Kleines. Wir erleben wieder einmal aufs Neue, was auf Indiens Strassen alle so abgeht.Vor einem geschlossenen Bahnübergang, auf einer zweispurigen Strasse, schliessen auf beiden Seiten des Bahnübergans die Autos und alle anderen Vehikel auf 4 Spuren auf. Nachdem sich die Schranken geöffnet hat, braucht es zuerst etwa 10 Minuten bis etwas Bewegung in den Stau kommt, und nach weiteren fünf Minuten können die ersten Fahrzeuge den Bahnübergang überqueren. Übrigens, in Indien verlieren im Durchschnitt 233 Menschen pro Tag ihr Leben im Strassenverkehr.
 
 

Taj Mahal

Agra war mit Unterbrechungen von 1526 bis 1648 die Hauptstadt des Mogulreiches. Aus dieser Zeit ist die Burgfestung von Großmogul Akbar (das Rote Fort) mit dem Palast von Shah Jahan und der Perlmoschee (Moti Masjid) erhalten.Weitaus berühmter aber ist das Tal Mahal, das Shah Jahan in Agra als Mausoleum für seine Gattin und sich selbst erbauen ließ. Taj Mahal - das Grabmal aus Marmor - wurde vom indischen Großmogul Shah Jahan 1651 für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal erbaut, die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Untröstlich über ihren Tod ließ er einen Prunkbau aus rotem Sandstein und Marmor errichten. Um den "zu Stein gewordenen Seufzer" zu verwirklichen, wurden die geschicktesten Handwerker aus ganz Asien aufgeboten. Der 18 Hektar große Garten mit seinen Zypressen und Teichen ist eine Vision des göttlichen Paradieses auf Erden. Der Prunkbau ist in aller Welt zum märchenhaften Symbol für den indischen Subkontinent geworden

Vogelschutzparks Bharatpur

Dieser Keoladio Ghana Nationalpark gehört ( gehörte ? ) zu den bedeutendsten Vogelschutzgebieten der Erde. Mehr als 350 Arten sind bisher gezählt worden, über 100 davon Zugvögel aus den nordasiatischen Regionen. Im Jahr 1985 wurde Bharatpur zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt Heute Morgen besuchen wir diesen Vogelschutz Park in Bharatpur. Fahrrad, Fahrrad-Rikscha oder zu Fuss, das sind die 3 Möglichkeiten den Park zu Besuchen. Wir entschieden uns für das Wandern ( 3 Stunden ). Es hat sich sicher gelohnt! Der Monsun war die letzten 3 Jahre sehr schwach, so das der Park völlig ausgetrocknet war, ausser an der Stelle wo Grundwasser rauf gepumpt wird. Für uns hat sich der Besuch dieses Parks jedoch gelohnt, weil er für uns als Einstieg Ideal war und da unsere Erwartungen nicht zu Hoch gesteckt waren. Wir haben auch noch zwei sonnenbadende Pythons, eine Kleine und eine Grosse, aus nächster Nähe gesehen. Die Pythons fressen im Winter nichts, sie kommen aber, wenn es warm genug ist, so gegen 11.00 Uhr, zum sonnenbaden aus ihrem Unterschlupf.

Fahrt im Shatabadi-Express

Gegen 13.00 brachte uns unser Fahrer zum Bahnhof, welcher sich dann alleine aufmachte den langen Weg zum Ranthambore NP im Auto zu bewältigen. Wir unternahmen dann einen Spaziergang durchs Dorf und verpflegten uns an Strassenständen und genossen unseren ersten Chai-Tee. vorwiegend wird Chai oder Masala Chai als Bezeichnung für einen süßen Gewürztee aus Indien verwendet, der eine Mischung von schwarzem Tee, Milch und Gewürzen (vor allem Kardamom) ist. Masala ist auf Hindi das Wort für Gewürz. In Indien ist Masala Chai weit verbreitet.Kurz vor vier Uhr ging die Fahrt im Shatabadi-Express nach Sawai Madhopur ( Ranthambore NP ) los. Um 18.00 war dann Transfer zum Hotel Regency Ranthambore. Um 20.00 trifft dann auch unserer Fahrer, mit unserem Gepäck, noch ein.

Ranthambore Nationalpark

Der Ranthambore Nationalpark zählt zu den beliebtesten und meist besuchten Nationalparks Indiens. Auf einer Fläche von 400 km2 beherbergt dieser Park eine faszinierende Artenvielfalt. Bewaldete Berge mit künstlichen Seen prägen die eindrückliche Landschaft des Ranthambore Parks. Das grosse Interesse an diesem Park ist auf die verkehrsgünstige Lage zurückzuführen, denn der Ranthambore Park lässt sich ideal mit dem «Goldenen Dreieck», verbinden.Indiens populärster Touristenroute verbinden. Sawai Madhopur, der Ausgangspunkt für den Ranthambore Nationalpark erreichen Sie per Auto ab Jaipur in ca. 3–4 Stunden. Ausserdem besteht die Möglichkeit mit dem Zug ab Jaipur oder Delhi nach Sawai Madhopur zu fahren. Richtung Süden können Sie ab Udaipur via Bundi nach Sawai Madhopur fahren.
Unser persönliche Meinung mal vorweg:
Für uns wäre dieser NP eine grosse Endtäuschung gewesen, wenn wir nicht das grosse Glück gehabt hätten, auf unserer Nachmittagssafari einen männlichen Tiger ganz nahe zu sehen.Die Safaris in diesem Park sind nur auf das erspähen eines Tiger ausgerichtet. Die Guides sind am Aufspüren eines Tiger interessiert um die Erfolgsquote möglichst hoch zu Halten und um sich ein möglichst grosses Trinkgeld zu ergattern. Es gibt 5 verschieden Routen im Park. Diese werden von der Parkleitung zugeteilt und so kommt es oft vor, dass Leute zwei oder auch mehrmals die gleicht Route erwischen, wie es bei uns auch der Fall war.
Es war verdammt kalt auf der Morgensafari in den offenen Fahrzeugen. Es wurden bei den verschiedenen Hotels die Touristen eingesammelt so dass es schon eine weile dauerte, bis wir überhaupt beim Parkeingang ankamen. Auf der Morgen Safari haben wir nur ganz wenige Tiere gesehen. Ganz zu letzt, sahen wir dann doch noch ganz wenig eines Tigerkopfs im hohen Gras. Der Guide feierte sich und den Fahrer wie Helden, und er konnte nicht mehr aufhören sich zu loben. Die meisten der anderen Fahrgäste waren jedoch auch begeistert.
Bei der Nachmittagssafari wussten natürlich alle anderen Guides von diesem männlichen Tiger und wo er seinen Tagesschlaf verbrachte. So war es unser Glück, dass wir noch einmal auf der gleichen Route zugeteilt wurden. Die Guides auf dieser Route, fokussierten sich jetzt natürlich ganz auf diesen Tiger. Es wurde damit spekuliert, dass dieser Tiger sich zwischen 16.00 und 16.30 Uhr auf den abendlichen Rundgang durch sein Revier begegnen würde. Die männlichen Tiger legen pro Nacht 20 bis 30 km zurück.Es warteten ungefähr sechs Vehikel in einer Reihe auf den Tiger. Wir sassen im hintersten Wagen ganz zuhinterst.
Plötzlich hörten wir viele Alarmrufe, und die Antilopen vor uns bewegten sich ganz nervös hin und her. Schon dieses alleine war ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Die Luft schien wie mit Elektrizität geladen zu sein. Die Spannung stieg fast ins Unermessliche. Ich sass hinten links auf dem Geländer als plötzlich der Tiger ganz langsam und majestätisch aus den hohen Grasauftauchte. Ich war so aufgeregt, dass ich alles um mich herum vergass. Der Tiger lief direkt auf unseren Wagen zu. Alls er ungefähr zwanzig Meter von uns entfernt war, startet unser Fahrer das Fahrzeug und setzte den Wagen leicht zurück, um dem Tiger eine Lücke zu öffnen. Doch der Tiger zog es vor am hinteren Ende des Wagen vorbei zu spazieren. Der Tiger schlenderte ganz Nahe am ende unseres Wagens vorbei, also nur 2 m von mir entfernt. Später erinnert ich mich nur noch daran, dass unser Guide mir zugeflüstert hatte, kein Blitzlicht zu verwenden, doch zu diesem Zeitpunkt war ich nicht ansprechbar gewesen. Langsam verschwand der Tiger dann wieder im Dschungel. Da die Tiger von ihrer Kindheit an, an Fahrzeuge mit Touristen gewohnt sind, lassen sie sich nicht beeindrucken und scheinen überhaupt nicht interessiert daran zu sein.
 

Jaipur und Fort Amber

Der erste Teil führte uns auf schlechten Strassen durch wenig bevölkertes Gebiet mit ganz kleinen Ortschaften bis nach Tonk. Dort genossen wir unsere Chai Pause. Weiter ging es auf dem auf dem sehr befahrenen NH 12. In Dausa, einem netten Dorf, legten wir eine Lunch Pause ein. Mit den Händen zu essen ist in Indien ganz normal und da man schneller als man denkt schmutzige Hände bekommt, ist wiederholtes Händewaschen ein unbedingtes Muss, besonders vor jeder Mahlzeit. Beim Essen gilt es auch den richtigen Ort auszuwählen. Auch wenn es immer wieder heisst, die Fast Food Stalls auf den Strassen seien unhygienisch, so findet man dort doch immer wieder richtig leckere Sachen, die man einfach ausprobieren muss. Als einfache Regel kann man sagen: Wenn viele Inder dort essen, ist es auch gut genug für mich. Das Gute an diesen Snackläden ist, dass man sieht wie sie kochen und was sie kochen. Wir lieben die verschiedenen Teigtaschen wie Samosa und die anderen vegetarischen Snacks von indischen Strassenküchen deren Namen wir nicht genau kennen. Wir haben möglichst alles ausprobiert und auch alles hat geschmeckt und unser Magen hat auch alles gut Vertragen. Wichtig ist, dass man sich nur von Strassenküchen ernährt wo viel Betrieb herrscht, wie bei Busstationen, Bahnhöfen etc. damit alles immer frisch zubereitet und das Öl nicht zu alt ist. Ein bisschen Risiko gehört wahrscheinlich auch dazu aber bis jetzt hatten wir immer Glück gehabt. Jedenfalls schmeckt es himmlisch gut und für 1 Euro können sich zwei Personen satt Essen.
 

Als Pink City ist Jaipur (1,8 Mio. Ew.) bekannt, als rosafarbene Stadt. Der Palast und andere offizielle Gebäude wurden schon seit dem Gründungsjahr 1727 aus dem einheimischen rötlichen Gestein errichtet. Die Hauptstadt des Bundesstaats Rajasthan ist längst über ihr altes Mauergeviert hinausgewachsen, erfrischt mit großzügigen Avenuen und Parks, bietet Museen und fabelhafte Ausflugsziele. Jaipur ist außerdem berühmt für seine Palasthotels Unser Hotel Alsisar Haveli ist nahe der Innenstadt gelegen. Heritage Hotels (auch Havelis genannt): Während die Prinzen und Herrscher sich Paläste und Forts in ihren Staaten erbauen ließen, bauten die niedriger gestellten Adligen sich ihrem Status angemessene Havelis, die dabei über Generationen in Familienbesitz blieben. Wenn diese auch nicht groß genug waren, um als Paläste bezeichnet zu werden, so gab es von ihnen jedoch zahlenmäßig mehr. Mit dem Wegzug vieler Besitzer in die Städte, wurden viele dieser Havelis mit der Zeit reparaturbedürftig - aus dieser Notwendigkeit entstand die Idee, diese Gebäude in Hotels umzuwandeln. Die Heritage- Hotels sind eine Klassifizierung für sich und bieten einen ganz eigenen, besonderen Service.

Zuerst besuchen wir den Palast des Windes, damit wir ihn im Morgenlicht bestaunen konnten. Der Palast der Winde (Hawa Mahal) ist eine Ende des 18. Jahrhunderts erbautes Phantasiegebilde, das nur aus einer Fassade mit kleinen Balkons und Erkern besteht. Es läßt sich in keinen bekannten indischen Baustil einordenen. Man beachte vor allem die zierlichen Kuppeln mit gedrechselten Spitzen, die sich über den geschwungen Dächern der mit feinen Gittern versehenen Erkern türmen. Eine dünne, nur 25 Zentimeter starke Mauer stützt diese fünfstöckige, kunstvolle Konstruktion, die einmalig auf der Welt ist. Anschliessend fuhren wir zum zum Fort Amber (15 km). Dort stehen 90 Elefanten bereit, um jeweils zwei Touristen auf dem Rücken zum Fort hoch zu tragen. Da die Wartezeit mehr als eine Stunde betrug, entschlossen wir uns das Fort zu Fuss zu erklimmen. Ein wunderschönes Fort mit herrlicher Aussicht hatte uns erwartet. Die Palastanlage bietet sich als ein aus mehreren Höfen bestehender, treppenförmig ansteigender rechteckiger Komplex, der in Mehreren Bauabschnitten zwischen 1600 und 1727 entstand. Senk rechte, mit turmartigen Bastionen und kleinen Balkonen versehene Wände vermitteln den für viele Paläste Rajasthans charakteristischen burgartigen Charakter. Auf einem im Zickzack geführten Weg gelangt man durch ein Vortor zum Suraj Pol, dem Eingang Zum unteren Hof Jaleb Chowk , in dessen Gebäuden die Palastwache untergebracht war. Es handelt sich um die letzte Erweiterung der Anlage kurz vor der Verlegung der Hauptstadt nach Jaipur.

Zurück in Jaipur besuchten wir den City Palast. Obwohl der nach wie vor vom Maharaja von Jaipur bewohnte Palaste nur zum Teil der Öffentlichkeit zugänglich ist, offenbart sich dem Besucher hier die legendäre Prachtentfaltung der indischen Herrscher besonders eindrucksvoll.
Unübersehbar springen am Zugangstor zum Stadtpalast die futuristisch anmutenden Yantras, die Steinplastiken des Jantar Mantar ins Auge.

Jai Singh II. hatte hier im 16. Jahrhundert ein Observatorium errichtet. Die Funktionsweise der in mehreren Komplexen angeordneten Instrumente ist auch heute für den Laien ohne astronomische Grundbegriffe wie Meridian, Azimut, Zenit, Eklipse order Deklination nur schwer zu verstehen. Jaipur ist das einzige Observatorium Jai Singhs, dessen Instrumente noch voll funktionsfähig sind. Zu Fuss kam man sich in der Altstadt der rosaroten Stadt leider nicht sehr gut, da der Verkehr hier noch furchtbarer ist, als in vielen anderen Städten Indiens. Eine Oase des Friedens sind die Wohn- und Geschäftsgebiete abseits der Hauptverkehrsadern, wo sich uns das Alltagsleben mit seinen freundlichen und liebenswerten Menschen hautnah zeigte.

Unterwegs nach Bikaner
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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:28:28 

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