Der Tod lauert
beim Spielen in Laos
Zwei Millionen Tonnen Bomben gingen
während des Vietnamkrieges über Laos nieder. Noch heute ist das
Land übersät mit Blindgängern. Wo Kinder spielen, kann jederzeit
eine Bombe hochgehen. |
Vernarbtes Land
Obwohl der Vietnamkrieg seit 37 Jahren vorbei ist,
sind seine Folgen in Laos bis heute allgegenwärtig: Letztes Jahr
starben, gemäss offiziellen Angaben, mehr als 30 Menschen durch
Blindgänger. Die nicht entschärften Bomben sind eine besondere Bedrohung
für Kinder. Oft sehen die todbringenden Metallstücke wie Spielzeuge aus:
klein, rund, bunt. Sie laden förmlich ein. zum tödlichen Spiel.
Laos ist ein grünes, aber wenig erschlossenes Land. Es gilt als einer
der letzten ruhigen Flecken auf Erden. Doch Laos ist ein vernarbtes
Land. Noch nie wurde ein Land während eines Krieges derart intensiv
bombardiert. Allein die USA warfen während des Vietnamkrieges, von 1964
bis 1971, über zwei Millionen Tonnen Bomben auf das Land in Südostasien
ab. Für die Bevölkerung war das Bombardement ein unvorstellbarer Horror.
Und solange die Streubomben nicht weggeräumt sind, kommen die Menschen
nicht über das Kriegstrauma hinweg. Sie leben in ständiger Angst, vom
Geist der Vergangenheit getötet zu werden. 15 von 17 Provinzen sind
immer noch mit Streubomben verseucht; auf Englisch heissen sie
Unexploded Explosive Ordnance, kurz UXO. |