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Indien Map
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G u j a r a
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Die lange Küste von Gujarat
entspricht einem Drittel der gesamten Küstenlänge
Indiens und umfasst den Golf von Kutch, sowie den Golf
von Cambay. In Gujarat findet man eine Halbinsel, die
unter dem Namen Saurashtra bekannt ist. Es handelt sich
um eine hügelige Gegend in der verstreut kleinere Berge
liegen. Kutch im Nordosten ist felsig und unfruchtbar
und beheimatet die berühmte Rann Wüste. Die Halbinsel
Gujarat ist Indiens westlichster Bundesstaat und
Geburtsort Mahatma Gandhis. Der Bundesstaat ist bekannt
für seine kilometerlangen Strände, seine heiligen Tempel
und historischen Städte. Daneben hat Gujarat vier
Nationalparks und zahlreiche Naturschutzgebiete, die
auch der Zufluchtsort der letzten Asiatischen Löwen
sind, zu bieten. Trotz der wüsten- und steppenhaften
Landschaft gilt Gujarat, wegen seiner Menschen,
als die farbenprächtigste Ecke Indiens. Wilde Esel und
Löwen haben im Nordwesten ihr letztes Refugium. Eine
bunte Vogelwelt nistet in den Salzsümpfen des Rann of
Kutch.
Das Erdbeben von Gujarat im Jahr 2001 richtete
verheerende Schäden an. Es erreichte eine Stärke von 7,7
auf der Richter-Skala, tötete nahezu 20.000 Menschen und
hinterließ über 600.000 Obdachlose. Insgesamt waren 16
Millionen Personen betroffen. Viele Gebäude wurden
beschädigt, ebenso landwirtschaftliche Flächen und
Infrastrukturen.
Eine Welle der Gewalt war Ende
Februar 2002 von Moslem-Extremisten ausgelöst
worden, die einen Zug mit Hindus überfallen hatten. 58
Menschen verbrannten bei lebendigem Leibe. In der Folge
sind offiziell 900 Menschen ums Leben gekommen,
inoffiziell ist von bis zu 3.000 Toten die Rede.
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V a r a
n a s i / B e n a r e s |
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Varanasi, die
Stadt der Ewigkeit ist eine der berühmtesten
Wallfahrtsorte in Indien und außerdem das Ziel vieler
Touristen. Seit mehr als 2.000 Jahren ist die Stadt
Varanasi am Ufer des heiligen Ganges Zentrum von Lehre
und Kultur. Varanasi ist auch unter den Bezeichnungen
Kashi und Benares bekannt. Ihr heutiger Name bedeutet
nichts anderes als Stadt zwischen zwei Flüssen. Hier im
Ganges zu baden und die rituellen Waschungen
vorzunehmen, bedeutet für jeden Hindu einen
verdienstvollen Schritt auf dem Weg zur Erlösung, hier
gar zu sterben bedeutet die sofortige Befreiung vom
Kreislauf der Wiedergeburten und der unmittelbare
Eintritt in den Himmel (Moksha). Aber an den Ghats
(Treppen, Stufen die zum Wasser führen) des Ganges,
davon gibt es auf fünf Kilometer ca. 100, geht es
deswegen nicht zu wie bei uns in einer Kirche, sondern
es wird gebetet, gebadet, gehandelt. Brahmanen
(Priester) bieten für die zahlreichen und komplizierten
Rituale ihre Dienste an, genauso wie Blumenverkäufer,
Bootsvermieter oder Souvenierhändler ihre Ware. Und an
den Verbrennungsghats werden die Körper verstorbener
Hindus verbrannt. Ein ergreifenderes, dramatischeres
Szenario menschlicher Existenz erlebt man sonst wohl
kaum auf dieser Welt. Ein Gang durch die Altstadt am
Fluss und der Besuch einiger Tempel (Visvanath- und
Durgatempel) werden die unvergesslichen Eindrücke
weiter verstärken. |
V i d e o
zum Reisebericht Varanasi
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K a l k
u t t a / K o l k a t a und U m g e b u n g |
Offiziell leben gut 15 Millionen Menschen in
Kalkutta, inoffizielle Schätzungen gehen von mehr als 30
Millionen Einwohnern aus. In jedem Fall ist Kalkutta, das seit
2001 offiziell Kolkata heißt, ein Moloch, der immer mehr
Menschen anzieht. Für die Menschen der niederen sozialen Klassen
beginnt mit jedem Sonnenaufgang ein neuer Kampf ums Überleben
für sich und ihre Familie. Sie leben zum größten Teil in einer
gesetzesfreien Zone: Nur einer von fünf Arbeitern hat einen
vertraglich gesicherten Arbeitsplatz. Die anderen sind
Tagelöhner, die mit umgerechnet einem bis drei Euro für einen
Zwölf-Stunden-Tag entlohnt werden. Viele, die Kalkutta in den
vergangenen Jahren besucht haben, sagen, die Lage habe sich
verbessert, denn auf den Straßen sei nicht mehr so viel Armut zu
sehen. Andere behaupten, die Regionalverwaltung habe die Slums
und Ghettos am Stadtrand ausgebaut und die Armen dorthin
vertrieben.
Mehr als 100 km südlich von Kalkutta erstreckt sich das riesige
Naturreservat der Sunderbans im Delta des Ganges.
V i d e o 1
V i d e o 2
zum Reisebericht Kalkutta 2010
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