G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e


I n d i e n  2 0 0 9
C h h a t t i s g a r h , O r i s s a,  K a l k u t t a
R e i s e b e r i c h t
Teil 2

Guidos Reiseberichte
 

Indien
Einleitung

 Südindien 2003  Indien 2005
Sikkim + Darjeelin
Indien 2007
Von Kerala nach Kalkutta
 Zentralindien 2004

Mensch und Umwelt

Indien 2008
Rajasthan

Indien 2009
Chhattisgarh + Orissa

Indien 2010
Gu
jarat, Varanasi 
Kalkutta mit Umgebung

Südindien 2011

Einleitung

  Reisebericht Naxaliten
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Chhattisgarh - Der Bastar Distrikt

Bastar ist das Land der Tribals oder der andere Name Adivasi aber auch das Land der Naturschönheiten. Indischen Volkszählungen zufolge leben auf dem Subkontinent 70 Millionen Menschen, die sich Adivasi nennen, das Hindi-Wort für erste Siedler. Sie bilden damit die weltweit größte indigene Bevölkerung. Als vor etwa 3500 Jahren arisch-stämmige Hirtenvölker aus Zentralasien den Subkontinent eroberten, zogen sich die ursprünglichen Bewohner - Stammesvölker  - in dicht bewaldete Bergregionen zurück. So überlebten sie auch spätere Invasionen von Hunnen, Persern, Afghanen und Europäern. Diejenigen aber, die der Unterwerfung nicht entrinnen konnten, mussten den neuen Herren dienen und wurden als Unberührbare (Dalits) auf der untersten Stufe in die Kastengesellschaft der Hindus integriert. Unberührbare und Adivasi zusammengenommen machen heute ein Viertel der 900-Millionen-Bevölkerung Indiens aus.
Die 250 Adivasi-Völker haben sich an die unterschiedlichsten Lebensräume angepasst und einen außergewöhnlichen kulturellen Reichtum entwickelt. Was alle verbindet, ist eine spirituelle und wirtschaftliche Gemeinschaft mit der natürlichen Umwelt. Ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im  praktizierten Ackerbau, das Sammeln von Waldfrüchten, Kräutern und Wurzeln, die Jagd und der Fischfang - orientieren sich an den Grundbedürfnissen und nutzen die Natur auf schonende Weise.
 

Über den bewaldeten Keshkal Pass fahren wir heute in den Distrikt Bastar. Wir besuchen als erstes ein Dorf des Muria Volksstamms. Die Strasse dorthin wird erneuert, und so erleben wir schon dass erste Abenteuer, den unser Fahrer sucht sich an den gesperrten Stellen vorbei den Weg durch den Wald. Dort angelangt, machen wir einen Spaziergang durch das Dorf und besuchen dort auch eine Familie. Später schauen wir einigen Dorfbewohnern bei herstellen von Backsteinen zu. Als wir bei der Schule vorbeikommen, stellen wir fest, dass die Kinder hier noch sehr scheu sind, doch als sich ein älteres Mädchen wagt zu uns zu kommen, trauen sich nach und nach auch andere Kinder. Wir stellen das erste mal fest, dass es in den Adivasi Dörfern keinerlei Geschäfte gibt. Ein betrunkener Mann folgt uns dann noch zum Wagen und erhält dann, vom Guide 10 Ruphis, damit er uns dann in Ruhe lässt.
Wir besuchen dann einen Wochenmarkt etwa 30 km von der Hauptstrasse entfernt. Hier könnte der Slogen des Chhattisgarh Tourismus eingetroffen sein der heisst: Sie könnten die ersten Besucher sein. Jedenfalls wurde wir hier fast wie Ausserirdische bestaunt, vor allem Bernadette in Hosen. Zuerst jedoch kamen wir beim Lunch noch mit einem Mönch ins Gespräch, der für sein Kloster im Norden Indiens im ganzen Land unterwegs ist um Geld zu sammeln. Den Besuch im Markt genossen wir sehr, und wir nahmen uns sehr viel Zeit, damit die Leute sich etwas an unseren Anblick gewöhnen konnten.
Wir übernachten im  Rainbow Hotel im Zentrum von  Jagadalpur. Hier in dierser Stadt versuchen wir  eine Sim-Karte zu kaufen. Seit dem Terroranschlag in Mumbai vom Herbst 2008 ist jedoch sehr schwierig für Ausländer zu einer solchen Karte zu kommen, denn offensichtlich braucht es dazu einen Wohnsitz in Indien. Wir haben es jedenfalls nach drei Versuchen aufgegeben. An den Internationalen Flughäfen und an anderen von Touristen oft besuchten Plätzen, soll man jedoch Sim-Karten erhalten, die aber nur drei Monate gültig sind.

 Chitrakote Wasserfall, Alkohol und noch viel mehr...

Frühmorgens fahren wir zum grössten Wasserfalls Indiens, dem Chitrakote, der allerdings um diese Jahreszeit kein all zu grosses Spektakel bietet. Dort beobachten wir jedoch Flughunde die zu hunderten an den Bäumen hängen. Der Fluss führt sehr wenig Wasser, so dass die Einheimischen oberhalb des Wasserfalls den Fluss zu Fuss durchqueren können. Wir laufen dann ein Stück der Strasse entlang zurück.

Ein kleines Dorf in der Nähe der Strasse auf dem Weg zurück nach Jagadalpur ist unser nächstes Ziel. Am Rande dieses Ortes  schauen einem Ehepaar zu, wie es sich ein neues Lehmhaus baut. Bei einem kleinen Gehöft ist eine Gruppe versammelt, die sich schon am Morgen vor 11.00 Uhr mit Alkohol stärken. Ich setzte mich zu ihnen hin, und der Guide fragt für mich, ob auch etwas von diesem Sago Schnaps probieren darf. Eine Frau stellte aus Blättern Trinkgefässe her und so testete ich daraus   ausgiebig diesen hochprozentigen Alkohol. Später besuchten wir noch ein Adivasi Museum, und so erhielten wir etwas mehr Einblick in das Leben dieser Völker.

Nach dem Lunch besuchten wir einen exotischen Markt, der von vielen Muria Frauen besucht wurde. Unter anderem gab es dort Ameisensnacks zu kaufen, leider jedoch kamen wir  gerade vom Mittagessen, so dass ich diese sicherlich leckere Gericht nicht ausprobieren konnte.

Anschliessend fahren wir weiter nach Orissa bis nach Jeypore. Dort werden wir 4 Nächte im Hotel Hello bleiben. Das gute Hotel lieget ausserhalb des Zentrums und die ca. 4 - 5  km bis ins Zentrum steht ein schrottreifer Lastwagen nach dem andern am Strassenrand. Dies gehört eben auch zu Indien.
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 Letzte Aktualisierung am  12.11.2018 08:45:48 

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