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I n d i e n 2 0 0 9 C h h a t t i s g a r h , O r i s s a, K a l k u t t a R e i s e b e r i c h t Teil 1 |
![]() Guidos Reiseberichte |
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Indien ist kein einfaches Reiseland. Die Kontraste zwischen Grosstadt-Slums und Maharaja-Palästen, Computer-Spezialisten und mittelalterlich lebender Bergbevölkerung, südlicher Üppigkeit, Wüsten und Himalaya-Region sind extrem. Indien und die Menschen dort jedoch lässt wohl Niemanden gleichgültig.
Für unsere
diesjährige Reise buchten wir uns einen Gabelflug über London nach
Delhi und dann ab Kalkutta zurück. In Delhi hatten wir einen
Aufenthalt von mehr als 10 Stunden bis zum Inlandflug nach Raipur,
im Bundesstaat Chhattisgarh. Ich hatte uns im Internet ein
Tageszimmer in einem Budgethotel in der Nähe des Flughafens gebucht,
um dort ein paar Stunden schlafen zu können. Wenn du aus dem
Flughafen in Delhi kommst, könntest du annehmen du seiest in der
tiefsten Provinz. Wenn du nicht abgeholt wirst, gibt es
wahrscheinlich nichts anderes als ein Prepaid Taxi zu nehmen Ich
wollte aber mal wieder besonders Klever sein und besorgte mir in
selber eine Transport. Ausser ein bisschen Abenteuer und Zeitverlust
hat es mir jedoch gar nichts gebracht. Die üblichen Spiele begannen,
wie im gebuchten Hotel gäbe es keine freien Zimmer. Natürlich
bestand ich darauf dorthin gebracht zu werden. Das Hotel hat dann
tatsächlich kein freies Zimmer, den Check In Zeit sei um 12.00 Uhr.
Für ein Tageszimmer, fragte ich verwundert. Als ich dann etwas
bestimmter wurde, hiess es dann, in einer Stunde nach dem Frühstück
bekämen wir dann unser Zimmer, und Tatsächlich bekamen wir unser
Zimmer dann sogar noch etwas früher und vor einem Indischen Ehepaar
das schon vorher da war.
Heute fahren weiter
nach Kanker. Wir fühlen uns sofort wieder wohl im ländlichen
Indien. Natürlich wollen wir so schnell als möglich wieder unseren
geliebten Masala Chai geniessen zusammen mit eine vegetarischen
Snack. Himmlisch gut schmeckt das Ganze.
Wir besuchen unterwegs die Stadt Rajim, die Treffpnkt dreier Flüsse ist. Hier treffen die Wässer des mächtigen Mahanadi, des Pairi und des Sondhul aufeinander, Rajim wurde zum Pilgerort. Sie ist für ihre feinen Tempel und vor allem für den Gott Vishnu geweihten Rajivlochan Tempel bekannt. Auf den zwölf Säulen des Tempels befinden sich Figuren von Hindugöttern in Form mystischer Skulpturen. Andere wichtige Tempel sind der Vamana, der Narasimha und der Jgannath, alle den Inkarnationen Vishnus gewidmet. Hier werden die Gottheiten von den Pilgern gehegt, gepflegt und gefüttert.
Weiter auf dem Weg besuchen wir die Champarana Monastree. Hier findet gerade ein grosses Fest statt. Unten im ausgetrockneten Flussbett ist ein grosser Festgrund aufgebaut. Was wir hier an verkrüppelten Menschen sehen, ist kaum verstellbar. Sie liegen am Wegesrand und haben eine Decke ausgebreitet. Die Pilger machen ihre Runde und werfen jedem einzelnen von Ihnen und den vielen andern Bettlern Reiskörner auf die Decke. Auch Sadhus sind hierher gepilgert. Ein Sadhu, der das weltliche Leben völlig aufgegeben hat und asketisch lebt, ist ein Sannyasin, ein „Entsagender“. Manche umherwandernde, besonders asketischen Sadhus, die Sannyasins, begnügen sich auch mit irgendeinem Platz in der Nähe eines Tempels; andere leben in Höhlen oder sind völlig heimatlos auf ständiger Wanderschaft.
Am schönsten finde ich, an irgendeinem kleinen Ort anzuhalten, und sich unter die Einheimischen zu mischen. Was gibt es schöneres als die untergehende Sonne bei einem Chai und einem vegetarischen Snack in mitten von liebenswerten Menschen zu geniessen und zu beobachten wie die Frauen ihr Einkäufe betätigen oder wie Männer in harter Arbeit ein Truck beladen.
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Letzte Aktualisierung am 14.05.2010 11:11:49
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