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E i n l e i t u n g Um unsere ersten Begegnungen mit Indien etwa
einfacher zu machen, |
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Samstag 1. Februar 2003 |
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Flug von Zürich via Mumbai nach Chennai
Sonntag 2. Februar 2003 Morgens um 04.00 Ankunft in Chennai,
Transfer zum Strandhotel an der Coromandle Küste in Mahabalipuram und
Besichtigung der Strandtempel. |
| Am späteren Nachmittag machte ich einen Spaziergang am Strand
in Richtung eines
kleinen Fischerdorfs. Erstmals bemerkte ich dass die Leute ihre Verrichtungen am
Strand erledigen, und diese nicht etwa vergraben. Die Flut wird den Strand
dann wieder säubern. Bei der Fahrt mit der Eisenbahn, wird einem dann erst so richtig klar, dass die meisten Menschen
auf dem Lande, ihre Verrichtungen im Freien erledigen müssen. Ich wurde dann von einem Mann angesprochen, und schon bald lud er mich zu sich nach Hause ein. Gerne nahm ich die Einladung an und ich wurde sehr gastfreundlich von seiner Frau und den vier Töchtern, sowie anderen Verwandten empfangen. Sie organisierten schnell noch einen Stuhl für mich, damit ich nicht auf dem Boden sitzen musste, wie sie es taten. Sie wohnten sauber und nett in einem kleinen Haus, die Küche ist ausserhalb und auch das Familienleben scheint sich vor allem im Vorhof abzuspielen. Das Haus verfügte über keine Elektrizität. Mir wurde Tee und Gepäck offeriert und die vier Mädchen wollten alles von mir wissen. Der Vater konnte ein wenig Englisch und übersetzte es den Kindern, und sonst verständigten wir uns mit den Händen und vor allem mit einem Lächeln. Die Zeit verging wie im Flug, und als ich zum Hotel zurück ging war es bereits ganz dunkel. Der Vater begleitete mich mit der Taschenlampe bis zum Hotel. |
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Montag 3. Februar 2003 Fahrt durch ländliches Gebiet zu den Tempelanlagen von Kanchipuram und nach Cennai. Diesen Tag vergesse ich nie mehr. Unsere erst Fahrt durch das ländliche Indien, so viele neue und unbeschreibliche Eindrücke stürzen auf uns herein. Dann die Fahrt in das Zentrum Chennais , der sechs Millionen Einwohner zählend Stadt, durch diesen grauenhaften, unvorstellbaren Verkehr. Heute wurde mir schlagartig klar: Wer noch nie in Indien war, kann sich das alles gar nicht vorstellen, ich jedenfalls konnte es vorher nicht. Wir waren ganz einfach nur hin und her gerissen von Begeisterung und Entsetzen. |
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Dienstag den 4. Februar 2003 Mittwoch 5. Februar 2003 |
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Donnerstag 6. Februar bis Samstag 8. Februar 2003 Wir fuhren zum Nagarhole National Park, einem der schönsten Parks Indien mit einer reichen Tierwelt. Wir übernachteten in Bungalows am Rande des Parks an einem See. Wir unternahmen je zwei Nachmittags- und Abendsafaris mit dem Jeep oder mit dem Boot. Wir waren begeistert von der reichen Tierwelt und der wunderschönen Natur |
| Samstag 8. Februar bis Dienstag 11. Februar 2003
Wir fuhren in den Norden Keralas, in die West Gath Berge, nach Vythiri. Dort wurden wir schon von von 2 Leuten mit Ihrem Jeep erwartet und in 30 Minuten zu den zwei Baumhäusern in mitten des Regenwalds gebracht. Es gibt dort zwei Doppel Baumhäuser und ein Ressort. Das Baumhaus bei Ressort ist mit einem Lift zu erreichen, das andere etwa 10 Minuten entfernte, per Hängebrücke. Wir unternahmen Trekkings in der hügeligen Landschaft mit Tee-, Gummi- und Gewürzplantagen sowie dichtem Dschungel. Wir schützten uns mit spezial Socken und mit Salzsäckchen , die wir beim Personal des Ressorts beziehen konnten, erfolgreich gegen die Blutegel. Wir waren tagsüber meistens alleine, da die anderen Gäste nur eine Nacht blieben. Wir konnten im Baumhaus mit dem Lift, im oberen Stock wohnen und hatten so sogar ein zweistöckiges Appartement. Wir erlebten diese drei Tage als " Natur pur " und genossen dieses einmalige Erlebnis sehr. Das Personal war noch freundlicher als es in Indien sonst schon üblich ist und das Essen, das auf Bananenblättern serviert wurde, war wirklich ausgezeichnet. Es war unbeschreiblich schön in den Wipfeln dieser Urwaldriesen zu Übernachten, umrahmt von Urwaldgeräuschen. Am Morgen von dem Gebrüll der Affen aufgeweckt zu werden, ist sicher etwas ganz exklusives. Die Fahrt in diesem Käfig Fahrstuhl funktioniert mit Wasser-Gegengewicht. Man brauchte aber immer auch noch jemand vom Personal zur Unterstützung mit einem Seil. Im Baumhaus gibt es eine Klingel und so konnten wir dem Personal klingeln, wenn wir runter wollten. Das ganze war schon ziemlich abenteuerlich, vor allem das Ein- und Aussteigen in grosser Höhe, denn der Käfig schwenkte natürlich hin und her. Auch das Wohnen so Hoch oben brauchte etwas Angewöhnungszeit, doch schon nach kurzer Zeit, fühlten wir uns "affenwohl" |
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Reise Route -
Distanzen |
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Dienstag 11. Februar bis Donnerstag 13. Februar Fahrt nach Ooty auf 2300 m und weiter mit dem Nilgiri Express, der Blue
Mountain Railway, nach Coonoor auf 1800 m. Wir wohnten in einem
Plantagenhaus, dem Caroline House, 2.5 km ausserhalb von Coonoor, inmitten von
Teegärten, das von einer Engländerin und einem Inder geführt wird. |
| Die Frauen in den Teeplantagen verdienen für diese sehr harte Handarbeit des
Tee-Pflückens umgerechnet nur etwa 3 Franken pro Tag. In Coonoor im Botanischen Garten suchten die Schülerinnen und Schüler zweier Schulklassen den Kontakt mit uns, doch es brauchte eine halbe Stunde bis sie sich trauten uns anzusprechen. Doch nachher war der Kontakt dafür um so herzlicher. Am Market in Connoor wollten alle fotografiert werden, und sie gaben uns dann Ihre Adressen, damit wir ihnen die Fotos senden konnten, was wir dann auch gerne taten. |
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Donnerstag 13. Februar 2003 Ganztägige Fahrt zuerst ins Tiefland nach Coimbatore und weiter durch abwechslungsreiche Landschaften Südindiens, vorbei an Reisfeldern und Palmenwäldern nach Cochin an der Malabarküste |
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In Cochin hiess es Abschied nehmen von unserem Fahrer Er war vor elf Tagen von Cochin losgefahren um uns in Bangalore abzuholen, und hat uns während den letzten 10 Tagen sehr zuverlässig befördert. Er hatte die ganze Zeit jeweils im Auto geschlafen, beziehungsweise auf uns gewartet. Zuerst hatten wir ein schlechtes Gewissen, doch er sagte uns, er sei glücklich und zufrieden mit seiner Arbeit und er sei froh, Touristen fahren zu können, da er so besser verdienen könne. Die Saison sei sowieso sehr kurz, und er erhalte nicht oft Gelegenheit, so weite Touren unternehmen zu können. Wir gaben Ihm dann ein rechtes Trinkgeld, so denke ich, war alle gut gedient. |
| Ein fantastischer Abend in Cochin folgte.
Es war
ein Feiertag , und viele Inder machten einen Ausflug ans Meer. |
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Freitag 14. Februar 2003 Heute genossen wir einen weiteren den Tag in Cochin und am Abend besuchten wir dann noch eine Aufführung mit südindischem Kathakali Tanz. |
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Samstag 15.Februar 2003 Kurze Fahrt mit dem Auto nach Alleppy und mit dem Boot zum Kayaloram Ressort in den Bachwaters. Diese kleine Anlage ist wunderschön gelegen in einem Palmenwald am Ufer der Backwaterskanäle. Der eigentliche Zugang der Anlage ist vom Bootssteg her, doch wenn man die Anlage bei Lieferantenzugang verlässt, kann man wunderbare Spaziergänge unternehmen und mit den aussergewöhnlichen freundlichen Bewohner der Backwaters, sehr schnell in Kontakt kommen. Ich verliess die Anlage um 13.00 und kam erst um 17 Uhr wieder zurück, weil ich immer wieder angesprochen wurde und auch zweimal zum Tee eingeladen wurde. Im Ressort wurde ich schon erwartet , weil wir uns für eine Bootsfahrt angemeldet hatten. Auf diesem grossen Boot waren wir die einzigen Gäste und wir genossen diese Sonnenuntergangs Tour auf den Backwaters so sehr. Dieser Tag weckte im mir unglaublich tiefe Gefühle , weil ebenso tiefe Träume in Erfüllung gegangen waren. |
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Sonntag den 16. Februar 2003 Heute war ich wieder den ganzen Tag unterwegs, teilweise kam Bernadette auch mit. Als ich in einem kleinen Restaurant etwas trinken ging, kamen immer mehr junge Männer, die mit mir in Kontakt treten wollten. Sie zeigten mir ihren Kricket Platz. Ich fragte sie weshalb sie nicht spielten. Sie sagten mir: Sie hätten keinen Ball und auch kein Geld damit sie einen kaufen könnten. Ich gab ihnen dann das Geld und nach einer halben Stunde kam ein Bursche mit einem neuen Ball zurück. Ich wurde wie ein Held gefeiert, so schnell kann man in Indien zum Helden werden. Am Abend waren wir noch an einem Tempelfest, als ein fürchterliches Gewitter hereinbrach. Wir mussten zusammen mit den Hindus , Körper an Körper unter dem Dach Schutz suchen . Uns beiden wurde aber nie nur geringsten das Gefühl gegeben, Fremde zu sein. Die Leute hier sind sehr Stolz, wenn sich Fremde für ihre Kultur und Religion interessieren. |
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Sonntag 16. Februar 2003
bis
Montag 17. Februar Auf dem Hausboot. |
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Montag den 17. Februar bis Donnerstag den 21. Februar 2003 Wir fuhren zu der Kovalan Beach, zu einem Resort inmitten von Kokospalmen. Dort gingen wir oft spazieren und kamen so vor allem mit vielen Einheimischen Jugendlichen in Kontakt. Hier lernten wir die fürchterliche Armut kennen, von denen viele dieser Fischerfamilien betroffen sind. Kerala ist als sehr fruchtbarer Staat bekannt, doch auch hier gibt es unterernährte Kinder. Was mich am meisten betroffen machte, ist die Hoffungslosigkeit der Jugendlichen, die zwar eine Schulbindung bekommen, aber nachher kaum einer von Ihnen, je eine Arbeitstelle finden wird. Auch machte mich die Gleichgültigkeit vieler Ayurveda Gäste betroffen, die in ihrer Traumwelt kaum etwas von den Sorgen und Nöten der Einheimischen erkennen, denn hier, unmittelbar neben dem Luxus, herrscht ein täglicher Kampf um das aller nötigste das man zum Leben braucht |
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Donnerstag 20. Februar 2003 Wir flogen zurück
nach Mumbai und hatten noch Zeit für eine Stadtbesichtigung. Am Morgen früh flogen wie zurück so trafen wir am Samstag Morgen früh in
Zürich ein. |
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Letzte Aktualisierung am 26.06.2008 20:58:08
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