Südindien Reise 2003

Guidos Reiseberichte

E i n l e i t u n g

Um unsere ersten Begegnungen mit Indien etwa einfacher zu machen, wählten wir uns ganz bewusst zu erst den Süden Indiens aus. Unsere Reise von Tamil Nadu nach Kerala brachte uns ein Highlight nach dem anderen, wie:
- Spaziergänge am Strand der Coromandel-Küste und Besichtigung der Strandtempel. Fahrt durch das ländliche Tamil Nadu nach Kanchipuram. Begegnung mit Indiens Horror Verkehr auf der Fahrt nach Chennai.
- Eisenbahnfahrt nach Bangalore und Weiterfahrt nach Mysore, der Stadt der Düfte. Besuch von Tempeln und Traumhafte Landschaften rund um Mysore. Markt und Sultanpalast in Mysore.
- Besuch des Nagarhole NP, einem der schönsten Parks Indiens mit einer reichen Tierwelt.
- Fahrt in den Norden Keralas, in die West Gath Berge, nach Vythiri mit Übernachtung im Baumhaus.
- Spaziergänge in den Teeplantagen in den Nigiri Hills. Zauberhaften Begegnungen mit Indiens Jugend.
- Viele tolle Begegnungen in Fort Chochin.
- Fahrt nach Alleppy und mit dem Boot zum Kayaloram Ressort in den Backwaters.  Spaziergänge und viele tolle Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung.
- Übernachten auf dem Hausboot in den Backwaters.
- Einblick in das harte Leben der Fischerfamilien an der Kovolan Beach
 


Wir haben uns diese Reise nach unseren Bedürfnissen zusammengestellt, und inkl. dem Flug bei Insght Reisen als Privatreise gebucht. Aktuelle Tipps ( 2009 ) findest du am Ende dieses Berichtes.
 


Samstag 1. Februar 2003 
 
Flug von Zürich via Mumbai nach Chennai
 


In Mumbai wurden die ungefähr 10 Passagiere die nach Cennai weiterfolgen, als Gruppe zum Flugfeld geführt, wo jeder persönlich sein Gepäck bezeichnen musste, bevor es dann in das Flugzeug nach Chennai verladen wurde. Die Sicherheitsleute auf dem Flughafen in Mumbai tragen alte Karabiner und auch sonst scheint noch alles sehr veraltet zu sein. Doch es klappt alles bestens und stressfrei.


Sonntag 2. Februar 2003
 
Mahabalipuram an der Coromandel Küste
 

Morgens um 04.00 Ankunft in Chennai, Transfer zum Strandhotel an der Coromandel Küste in Mahabalipuram und Besichtigung der Strandtempel.
Die Einreiseformalitäten hatten bestens geklappt. Zuerst ging ich noch Geld wechseln. Ich hatte zu Hause einen Zettel vorbereitet, wie viel ich von welchen Noten wechseln wollte. Dieses hatte sich bewährt, denn ich wechselte Bündelweise kleine Noten, damit hatte ich das Problem des Wechselgelds, für Trinkgelder und das Kleingeld für die Bettler bereits gelöst.
 


Am späteren Nachmittag machte ich einen Spaziergang am Strand in Richtung eines kleinen Fischerdorfs. Erstmals bemerkte ich dass die Leute ihre Verrichtungen am Strand erledigen, und diese nicht etwa vergraben. Die Flut wird den Strand dann wieder säubern. Später bei der Fahrt mit der Eisenbahn, wird einem dann erst so richtig klar, dass die meisten Menschen auf dem Lande, ihre Verrichtungen im Freien erledigen müssen.
Ich wurde dann von einem Mann angesprochen, und schon bald  lud dieser mich zu sich nach Hause ein. Gerne nahm ich die Einladung an und ich wurde sehr gastfreundlich von seiner Frau und den vier Töchtern, sowie anderen Verwandten empfangen. Sie organisierten schnell noch einen Stuhl für mich, damit ich nicht auf dem Boden sitzen musste, wie sie alle es taten. Sie wohnten sauber und nett in einem kleinen Haus, die Küche ist ausserhalb und auch das Familienleben scheint sich vor allem im Vorhof abzuspielen. Das Haus verfügte über keine Elektrizität. Mir wurde Tee und Gepäck offeriert und die vier Mädchen wollten alles von mir wissen. Der Vater konnte ein wenig Englisch und übersetzte es den Kindern, und sonst verständigten wir uns mit den Händen und vor allem mit einem Lächeln. Die Zeit verging  wie im Flug, und  als ich zum Hotel zurück ging war es bereits sehr dunkel. Der Vater begleitete mich dann mit der Taschenlampe bis zum Hotel. Willkommen in Indien. Der Beginn der " Faszination Indien " hatte bereits am ersten Tag begonnen.
 


Montag 3. Februar 2003 
Fahrt durch ländliches Gebiet zu den Tempelanlagen von Kanchipuram und nach Cennai.
 

Diesen Tag werde ich nie mehr vergessen. Unsere erst Fahrt durch das ländliche Indien,  so viele neue und unbeschreibliche  Eindrücke stürzen auf uns herein. Am meisten beeindruckten uns die Frauen in ihren farbenfrohen Saris die sich in dieser staubigen Umgebung so elegant bewegen, so dass ihre Kleider kaum schmutzig werden.

Kanchipuram, eine der ältesten Städte Südindiens, zählt zu den sieben heiligen Orten des Hinduismus. Shiva und Vishnu werden hier gleichermaßen verehrt. Der älteste aller noch erhaltenen Tempel, ist der überwiegend aus Sandstein bestehende Kailasanatha-Tempel. Wichtigster Erwerbszweig der Stadt ist die Herstellung von Seidensaris, zumeist mit Handwebstühlen. Wir besuchen ein solche Seidenweberei.

Dann die Fahrt in das Zentrum Chennais , der sechs Millionen Einwohner zählend Stadt, durch diesen grauenhaften, unvorstellbaren Verkehr. Heute wurde mir schlagartig klar: Wer noch nie in Indien war, kann sich das alles gar nicht vorstellen, ich jedenfalls konnte es vorher nicht. Wir waren ganz einfach nur hin und her gerissen von Begeisterung und Entsetzen.


Dienstag den 4. Februar 2003 
Eisenbahnfahrt nach Bangalore
 

Frühmorgens Eisenbahnfahrt nach Bangalore. Dort wurden wir abgeholt von unserem Chauffeur, der uns bis nach Cochin begleitete. Von Bangalore fuhren wir noch weiter bis nach Mysore und geniessen diese Fahrt sehr. Es ist toll wenn man überall anhalten kann wo man möchte und so auch kleiner Spaziergänge zu unternehmen.


Mittwoch 5. Februar 2003
Mysore die Stadt der Düfte und des Sandelholzes.
 

Wir besuchten den berühmten Keshava Tempel und fuhren so durch fantastische Landschaften. Am Nachmittag besuchten wir in Mysore den Maharajapalast und den farbenfrohen Basar. Mysore ist die zweitgrößte Stadt des südindischen Bundesstaats Karnataka und hat 868.313 Einwohner.   Mysore ist eines der wichtigsten touristischen Zentren Karnatakas. Besonders das Erbe der früheren Maharajas von Mysore zieht viele in- und ausländische Besucher in die Stadt. Höhepunkt ist dabei der grossartige Maharaja-Palast.
Auf dem farbenfohen Markt binden Blumenflechterinnen  in mühevoller Kleinarbeit die einzelnen Blüten zu duftend-leuchtenden Ketten zusammen, mal orangefarben, mal weiß, mal kunterbunt. Hier ein Schuster in seiner Werkstatt, die kaum größer ist als eine Telefonzelle, dort ein Früchtehändler zwischen kunstvoll errichteten Obsttürmen. Eine von Feldarbeit gegerbte Bauersfrau hockt auf einem Sisalsack und bietet vorher nie gesehene, asiatische Knollengewächse. Mysore ist für seine Duftöle und Räucherstäbchen bekannt. Und man kann an zahlreichen Ständen zuschauen, wie Räucherstäbchen hergestellt werden.
 


Donnerstag 6. Februar bis Samstag 8. Februar 2003
Auf Safari im Nagarhole NP, einem der schönsten Parks Indien
 

Wir fuhren zum Nagarhole National Park, einem der schönsten Parks Indien mit einer reichen Tierwelt. Wir übernachteten in Bungalows http://www.kabiniriverlodge.com/index.html am Rande des Parks an einem See. Wir unternahmen je zwei Nachmittags- und Abendsafaris mit dem Jeep oder mit dem Boot. Wir waren begeistert von der reichen Tierwelt und der wunderschönen Natur.
Der  Park, heute Rajiv Gandhi Nationalpark genannt, ein riesiges Schutzgebiet, das nur durch den Kabini Fluss getrennt wird. Nur 75 km von Mysore entfernt gilt der Nagarhole Nationalpark als der sehenswerteste Südindiens. Die Landschaft besteht aus sanften Hügeln und flachen Talsohlen und zeichnet sich durch grosse Waldgebiete aus.
 


Samstag 8. Februar bis Dienstag 11. Februar 2003
Baumhäusern in mitten des Regenwalds
 

Wir fuhren in den Norden Keralas, in die West Gath Berge, nach Vythiri. Dort wurden wir schon von von 2 Leuten mit Ihrem Jeep erwartet und in 30 Minuten zu den zwei Baumhäusern in mitten des Regenwalds gebracht. Es gibt dort zwei Doppel Baumhäuser und ein Ressort. Das Baumhaus bei Ressort ist mit einem Lift zu erreichen, das andere etwa 10 Minuten entfernte, per Hängebrücke. Wir unternahmen Trekkings in der hügeligen Landschaft mit Tee-, Gummi- und Gewürzplantagen sowie dichtem Dschungel. Wir schützten uns mit spezial Socken und mit Salzsäckchen , die wir beim Personal des Ressorts beziehen konnten, erfolgreich gegen die Blutegel. Wir waren tagsüber meistens alleine, da die anderen Gäste nur eine Nacht blieben. Wir konnten im Baumhaus mit dem Lift, im oberen Stock wohnen und hatten so sogar ein zweistöckiges Appartement. Wir erlebten diese drei Tage als " Natur pur " und genossen dieses einmalige Erlebnis sehr. Das Personal war noch freundlicher als es in Indien sonst schon üblich ist und das Essen, das auf Bananenblättern serviert wurde, war wirklich ausgezeichnet. Es war unbeschreiblich schön in den Wipfeln dieser Urwaldriesen zu Übernachten, umrahmt von Urwaldgeräuschen. Am Morgen von dem Gebrüll der Affen aufgeweckt zu werden, ist sicher etwas ganz exklusives. Die Fahrt in diesem Käfig Fahrstuhl funktioniert mit Wasser-Gegengewicht. Man brauchte aber immer auch noch jemand vom  Personal zur Unterstützung mit einem Seil. Im Baumhaus gibt es eine Klingel und so konnten wir dem Personal klingeln, wenn wir runter wollten. Das ganze war schon ziemlich abenteuerlich, vor allem das Ein- und Aussteigen in grosser Höhe, denn der Käfig schwenkte natürlich hin und her. Auch das Wohnen so Hoch oben brauchte etwas Angewöhnungszeit, doch schon nach kurzer Zeit, fühlten wir uns "affenwohl"

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Houses built on trees 90 feet above in a tropical rain forest in North Kerala.

Reise Route - Distanzen
Bangalore
140 kms→ Mysore ←150kms Vythiri65 kms Calicut ←140 kms→ Trichur ←85 kms→ Cochin.
Webseiten mit Infos zu den Baumhäusern in Vythiri
enchanting-india.de/D-Kerala-Vythiri
tourindiakerala
hotelskerala.com/greenmagic/facilities.htm
comtour.de/baumhaus
travel.vsnl.com/palmland/treehouse


Dienstag 11. Februar bis Donnerstag 13. Februar 
::: Welcome to The Tryst :::
 

Fahrt nach Ooty auf  2300 m und weiter mit dem Nilgiri Express, der Blue Mountain Railway, nach Coonoor auf 1800 m. Wir wohnten in einem  Plantagenhaus, dem Caroline House, 2.5 km ausserhalb von Coonoor, inmitten von Teegärten, das von einer Engländerin und einem Inder geführt wird.


Die Fahrt hätte eigentlich durch den Wildpark Mudumalai führen sollen, diese Strasse war aber leider wegen dem  meistgesuchtem Verbrecher von der Polizei gesperrt worden. Der Bandit mit dem Namen Veerapan wird für mehr als hundert Morde, sowie Entführungen und Schmuggel verantwortlich gemacht und war seit mehr als 20 Jahren der meist gesuchte Verbrecher. Er wurde nun diesen Oktober 04 von der Polizei Tamil Nadus getötet. Die Fahrt führte dafür über mit Löcher übersäten Landstrassen, was auch seinen Reiz hatte.
Wir nutzten die zwei Tage, die wir inmitten von Teeplantagen und kleinen Dörfern wohnten, für Spaziergänge und für Kontakte mit den Einheimischen. Wir schlossen auch Freundschaft mit Phantom, dem Schäferhund von Anne und Doc, den Besitzern des Caroline Gasthauses. Wir waren während dieser Zeit die einzigen Gäste, so kamen wir uns fast wie Freunde des Hauses vor.
Wir wurden dann auch wieder zu zwei netten Familien nach Hause eingeladen.  Mit diesen zwei Familien sind wir bis heute in Kontakt geblieben.

Die Frauen in den Teeplantagen verdienen für diese sehr harte Handarbeit des Tee-Pflückens umgerechnet nur etwa 3 Franken pro Tag.
In Coonoor im Botanischen Garten suchten die Schülerinnen und Schüler zweier Schulklassen den Kontakt mit uns, doch es brauchte eine halbe Stunde bis sie sich trauten uns anzusprechen. Doch nachher war der Kontakt dafür um so herzlicher.
Am Market in Connoor wollten  alle fotografiert werden, und sie gaben uns dann Ihre Adressen, damit wir ihnen die Fotos senden konnten, was wir dann auch gerne taten. 

Die Nilgiri Blue Mountain Railway
klettert von Mettupalayam im Flachland über Hilgrove ( 17 km ) und Coonoor 27 km nach Oooty. Die 46 km lange Strecke geht durch 16 Tunnels und über 19 Brücken. Es handelt sich eine langsame, 4.5 Stunden lange Fahrt. Das Schweizer Zahnradsystem ermöglicht es extreme Steigungen zu Bewältigen. Diese Strecke ist eine der letzten Dampflockstrecken Südasiens.
http://www.guidosreiseberichte.info/Indienreisebericht2007Eisenbahnfahrt.htm
http://www.guidosreiseberichte.info/Indienreisebericht2007Coonoor.htm
 


Donnerstag 13. Februar 2003
Vorbei an Reisfeldern und Palmenwäldern nach Cochin an der Malabarküste
 

Ganztägige Fahrt zuerst ins Tiefland nach Coimbatore und weiter durch abwechslungsreiche Landschaften Südindiens, vorbei an Reisfeldern und Palmenwäldern nach Cochin an der Malabarküste
 

In Cochin hiess es Abschied nehmen von unserem Fahrer

Er war vor elf Tagen von Cochin losgefahren um uns in Bangalore abzuholen, und hat uns während den letzten 10 Tagen sehr zuverlässig befördert. Er hatte die ganze Zeit jeweils im Auto geschlafen, beziehungsweise auf uns gewartet. Zuerst hatten wir ein schlechtes Gewissen, doch er sagte uns, er sei glücklich und zufrieden mit seiner Arbeit und er sei froh, Touristen fahren zu können, da er so  besser verdienen könne. Die Saison sei sowieso sehr kurz, und er erhalte nicht oft Gelegenheit, so weite Touren unternehmen zu können. Wir gaben Ihm dann ein rechtes Trinkgeld, so denke ich, war alle gut gedient.

Ein fantastischer Abend in Cochin folgte. Es war ein  Feiertag ,
und viele Inder machten einen Ausflug ans Meer.


Freitag 14. Februar 2003
Aufführung mit südindischem Kathakali Tanz.
 

Heute genossen wir einen weiteren den Tag in Cochin und am Abend besuchten wir dann noch eine Aufführung mit südindischem Kathakali Tanz.
 


Samstag 15.Februar 2003
Mit dem Boot zum Kayaloram Ressort in den Bachwaters.
 

Kurze Fahrt mit dem Auto nach Alleppy und mit dem Boot zum Kayaloram Ressort in den Bachwaters. Diese kleine Anlage ist wunderschön gelegen in einem Palmenwald am Ufer der Backwaterskanäle. Der eigentliche Zugang der Anlage ist vom Bootssteg her, doch wenn man die Anlage bei Lieferantenzugang verlässt, kann man wunderbare Spaziergänge unternehmen und mit den aussergewöhnlichen freundlichen Bewohner der Backwaters, sehr schnell in Kontakt kommen. Ich verliess die Anlage um 13.00 und kam erst um 17 Uhr wieder zurück, weil ich immer wieder  angesprochen wurde und auch zweimal zum Tee eingeladen wurde. Im Ressort wurde ich schon erwartet , weil wir uns für eine Bootsfahrt angemeldet hatten. Auf diesem grossen Boot waren wir die einzigen Gäste und wir genossen diese Sonnenuntergangs Tour auf den Backwaters so sehr. Dieser Tag weckte im mir unglaublich tiefe Gefühle , weil ebenso tiefe Träume in Erfüllung gegangen waren.
 


Sonntag den 16. Februar 2003 
Heute wurde ich als Held gefeiert
 

Heute  war ich wieder den ganzen Tag unterwegs, teilweise kam Bernadette auch mit. Als ich in einem kleinen Restaurant etwas trinken ging, kamen immer mehr junge Männer, die mit mir in Kontakt treten wollten. Sie zeigten mir ihren Kricket Platz. Ich fragte sie weshalb sie nicht spielten. Sie sagten mir: Sie hätten keinen Ball und auch kein Geld  damit sie einen kaufen könnten. Ich gab ihnen dann das Geld und nach einer halben Stunde kam ein Bursche mit einem neuen Ball zurück. Ich wurde wie ein Held gefeiert, so schnell kann man in Indien zum Helden werden. Am Abend waren wir noch an einem Tempelfest, als ein fürchterliches Gewitter hereinbrach. Wir mussten zusammen mit den Hindus , Körper an Körper unter dem Dach Schutz suchen . Uns beiden wurde aber nie nur geringsten das Gefühl gegeben, Fremde zu sein. Die Leute hier sind sehr Stolz, wenn sich Ausländer für ihre Kultur und Religion interessieren.
 


Sonntag 16. Februar 2003 bis Montag 17. Februar
Auf dem Hausboot.

Wir wurden um 12 00 Uhr vom Hausboot abgeholt , einem umgebauten Reisboot , und kreuzten  durch die Kanäle der Backwaters. Wir übernachten an einer besonders schönen Stelle Die Boote bieten ein Doppelzimmer mit WC und ein Sitzplatz auf dem Vorderdeck. Die Crew kochte für uns ein leckeres Fischcurry. Zwischen durch machten wir kleine Spaziergänge. Das ganz war ein einzigartiges Erlebnis.
Die Backwaters Keralas sind ein Netzwerk von Kanälen, Flüssen und Seen. Den grössten Teil bilden natürliche Wasserläufe, die durch Kanalbauten Ergänzung fanden, um Transporte auf Booten zu ermöglichen sowie Wasser für die Reisfelder umzuleiten. Die Backwaters sind eine Mischung aus Salz- und Süßwasser; Stechmücken fühlen sich hier nicht wohl. An einigen Stellen öffnen sich die Backwaters zum Meer, der dadurch mögliche Wasseraustausch hat eine reinigende Wirkung. Der Tag auf den Backwaters beginnt mit einem Konzert. Ungezählte Vögel stimmen ihr Morgenlied an. Während wir gemütlich frühstückten, herrschte ringsum schon reges Treiben, denn die Fischer machten sich an ihre Arbeit.


Montag den 17. Februar bis Donnerstag den 21. Februar 2003
unterernährte Kinder Hoffungslosigkeit der Jugendlichen
 

Wir fuhren zu der Kovalan Beach, zu einem Resort inmitten von Kokospalmen. Dort gingen wir oft spazieren und kamen so vor allem mit vielen Einheimischen Jugendlichen in Kontakt. Hier lernten wir die  fürchterliche Armut kennen, von denen viele dieser Fischerfamilien betroffen sind. Kerala ist  als sehr fruchtbarer Staat bekannt, doch auch hier  gibt es unterernährte Kinder. Was mich am meisten betroffen machte, ist die Hoffungslosigkeit der Jugendlichen, die zwar eine Schulbindung bekommen, aber nachher kaum einer von Ihnen, je eine Arbeitstelle finden wird. Auch machte mich die Gleichgültigkeit vieler Ayurveda Gäste betroffen, die in ihrer Traumwelt kaum etwas von den Sorgen und Nöten der Einheimischen erkennen, denn hier, unmittelbar neben dem Luxus,  herrscht ein täglicher Kampf um das aller nötigste, dass man zum Leben braucht.
 

Donnerstag 20. Februar 2003 

Wir flogen zurück nach Mumbai und hatten noch Zeit für eine Stadtbesichtigung.

Freitag 21. Februar 2003

Am Morgen früh flogen wie zurück so trafen wir am Samstag Morgen früh in Zürich ein.
 

Aktuelle Tipps zu dieser Reise

Wir haben uns diese Reise nach unseren Bedürfnissen zusammengestellt, und inkl. dem Flug bei Insght Reisen als Privatreise gebucht. Dies ist sicherlich die komfortabelste Art Südindien zu entdecken. Wir wurden von drei verschieden Englischsprechenden Fahren sicher, von einer Destination zur andern gefahren. Da Indien ein günstiges Reiseland ist, jedoch 2003 noch günstiger, und dies unserer erste Indien Reise war, leisteten wir uns diese Privatreise. Heute ist Indien auch nicht mehr ganz so günstig, doch dafür ist das Fliegen noch günstiger geworden.
 

Heute würde ich mir die einzelnen Baustein selber einkaufen:

- Den Flug mit Emirates bei http://www.globetrotter.ch/reisen/online_buchen/fluege buchen.
Beispiel unten mit Emirates für 600 Euro inkl. oder 908 sFr. inkl.
Gabelflug Zürich oder Frankfurt Chennai und zurück ab Trivandrum

Total    908.00 CHF (Normaltarif)
Hinflug
Abflug Mo 01.02.2010 14:25   Frankfurt [FRA] Terminal Term. 2 | Economy | EK 46
Dauer 6:03
Ankunft Mo 01.02.2010 23:30   Dubai [DXB]  
Zwischenstopp
Abflug Di 02.02.2010 02:50   Dubai [DXB] Terminal Term. 3 | Economy | EK 544
Dauer 3:30 | Airbus A330-200
 
Ankunft Di 02.02.2010 08:10   Chennai/Madras [MAA]  
 
Rückflug
Abflug Di 23.02.2010 03:45   Thiruvananthapuram [TRV]   | Economy | EK 523
Dauer 4:03 | Airbus A330-200
 
Ankunft Di 23.02.2010 06:20   Dubai [DXB]  
Zwischenstopp
Abflug Di 23.02.2010 08:40   Dubai [DXB] Terminal Term. 3 | Economy | EK 45
Dauer 7:03
Ankunft Di 23.02.2010 12:45   Frankfurt [FRA]  
 

- Die komplette Tour würde ich mir bei 3 - 4 Touranbietern in Südindien direkt per Internet  offerieren lassen. Zum Beispiel bei:


 

Du kannst dir auch eine Tour ab/bis Madras buchen, inkl. der Eisenbahn Fahrkarte bis Mysore.

 

Ab Mysore eine Tour zum Nangarhole NP

 

Ab Mysore eine Tour zum Baumhaus ( teuer )  http://www.palmlandtours.net/kerala/treehouse/treehouse.htm

 

Und nachher direkt nach Ooty (Udhagamandalam )  http://www.ooty.com/

Von Ooty kannst du mit der Die Nilgiri Blue Mountain Railway runter nach Mettupalayam und von dort nach Coimbatore. Von dort gibt es Schnellzüge bis nach Trivandrum.

http://www.guidosreiseberichte.info/Indienreisebericht2007Dampfbahnfahrt.htm

 

Bei http://www.indianrail.gov.in/index.html

kann man die Eisenbahn - Fahrpläne anschauen und auch E-Tickets beziehen. ( Nicht sehr einfach )

Einfacher ist es jedoch diese von hieraus durch einen Touranbieter in Indien zu beziehen.

Die Nilgiri Blue Mountain Railway ist eine rechtzeitig Reservation unumgänglich.

Ab Trivandrum  (Thiruvananthapuram )  kannst du eine Tour in die Backwaters buchen.
 

Wer fliegt, trägt massiv zum CO2-Ausstoss bei.
Klimabewusste Passagiere können über die Stiftung "myclimate" den Ausstoss finanziell kompensieren.

Bisher wurde in der indischen Provinz Uttarakhand klimaschädliche Kohle als Brennstoff in der Ziegel- und Eisenproduktion eingesetzt. Das Klimaschutzprojekt von myclimate fördert die Verwendung von Briketts aus erneuerbarer Biomasse aus Wald- und Landwirtschaftsabfällen. Zusätzlich werden Restaurants, Tempel, Schulen und Krankenhäuser mit effizienten, rauchfreien Kochern versorgt.     ( mehr dazu hier )


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 Letzte Aktualisierung am  15.11.2009 17:19:23