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G u i d o s R e i s e b e r i c h t e
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Indien
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Abgetrieben,
ausgesetzt, umgebracht - Mädchen in Indien unerwünscht |
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Kindersklaven Der 10-jährige Junge
sitzt auf dem Boden eines schmutzigen Kellers und stickt Perlen auf
Stoff, 14 Stunden am Tag. „Los jetzt, arbeite weiter!“, blafft ihn sein
Aufseher an. Der Junge duckt sich und macht weiter. Die Chancen, dass
der Zehnjährige seine Eltern jemals wieder sieht, sind gering; er ist
Hunderte von Kilometern von ihnen entfernt und wurde von ihnen für
umgerechnet 20 Euro verkauft - als Kindersklave. Wenn Eltern nicht
„freiwillig“ verkaufen, werden Kinder sogar entführt. Der kleine Junge
heißt Sumit und produziert im indischen Neu Delhi Souvenirs, die dann in
Deutschland verkauft werden. Das Geschäft mit Kindersklaven läuft
erstklassig. Rebecca Gudisch studierte von 1999-2006 in Dortmund
Journalistik, Politik und Foto-Design. Während des Studiums volontierte
sie beim Westdeutschen Rundfunk in Köln. Seit 2002 arbeitet sie als
freie Autorin und Reporterin im Bild vor allem für das
ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus und die WDR-Sendungen Markt und die
story. |
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Die Naxaliten Es ist die schmutzige Seite des Wirtschaftsmärchens: Seit Jahrzehnten leistet sich Indien einen Guerillakrieg gegen linke Rebellen. Durch Milizen eskaliert der Konflikt nun - die Bevölkerung gerät zwischen die Fronten. |
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Wenn Indiens Wirtschaft wächst ...
wächst auch der Hunger |
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Länder & Regionen IndienKastenwesen und
Mikrochip, Maharadschas und Tausend GöttInnen, Elend und
Kinderarbeit: Indien ist das Land der grossen Gegensätze.
Mit über einer Milliarde Menschen entwickelt es sich im
dauernden Widerspruch, und zwar rasant.
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Gewalt gegen Frauen Gewalt gegen Frauen geht in Indien weit über die
alltäglichen sexuellen Übergriffe in und außerhalb des Hauses hinaus.
Weibliche Föten werden gezielt abgetrieben und kleine Mädchen so sehr
vernachlässigt, dass sie wesentlich öfter an heilbaren Krankheiten
sterben als Jungen. In manchen ländlichen Regionen Indiens werden
neugeborene Mädchen gleich nach der Geburt umgebracht. Solche Praxis
hängt zum Teil damit zusammen, dass Familien sich hoch verschulden
müssen, um die für die Verheiratung einer Tochter erforderliche Mitgift
aufzubringen. |
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Benachteiligungen der Kastenlosen Das System der sozialen und materiellen Benachteiligungen der Kastenlosen (die sich selbst Dalits, „Unterdrückte“ nennen) ist schon lange verboten. Indische Gesetze sehen für Dalits besondere Quoten in Schulen, Universitäten, im öffentlichen Dienst, in den Dorfverwaltungsräten sowie finanzielle Erleichterungen vor. Doch vor allem auf dem Land wissen die einflussreichen Eliten diese Maßnahmen immer wieder zu boykottieren. |
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Projektbericht 2006 |
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In Kalkutta leben und schlafen schätzungsweise 1 Millionen Menschen auf der Strasse Die Story von Tara und Ihrer Familie |
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Auf unser Indien Reise 2004 begegneten wir Tara und
Induschi zum ersten mal. |
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Auf unserer Indienreise 2005
treffen wir Tara und Ihre Familie wieder. Wir treffen uns mit unseren Freunden Alok, Tara, und Induschi. Ihre Lebenssituation hat sich sichtlich verbessert. Wir besuchen zusammen Induschi's Nursery School und einen Freizeitpark. Sie müssen aber leider, wie mehr als eine Million anderer Menschen in Kolkata auch, immer noch auf der Strasse leben und schlafen. Am Ende unserer Reise Treffen wir unsere Freunde noch einmal. Wir besuchen zusammen einen Tempel am Stadtrand und wir erleben den fürchterlichen Verkehr von Kolkata hautnah. Anschliessend essen wir zusammen in unserem Zimmer und besprechen zusammen, wie wir Ihnen zu einer Mietwohnung verhelfen können. |
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Auf meiner Indienreise 2007 treffe ich Tara und
Ihre Familie wieder. |
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über
70 Prozent unserer Patienten in Howrah, einem der vielen großen
Slumgebiete Kalkuttas, sind Kinder. Zwei von drei Kindern, die unter
fünf Jahre alt sind und in unsere Ambulanz gebracht werden, sind schwer
unterernährt. So muß neben der medizinischen Versorgung oft zunächst
einmal mit Zusatznahrung geholfen werden. Häufig führen
Mangelerscheinungen in Verbindung mit einer Infektionskrankheit - wie
beispielsweise den Masern - zur Erblindung der Kinder. Die allermeisten
von ihnen haben Würmer oder andere Parasiten. Unsere Ärzte leben mitten
im Slum bei ihren Patienten - wenn auch vergleichsweise fürstlich
untergebracht: Wir haben eine Dusche und zwei eigene Toiletten - für
unsere Nachbarn ein unerreichbarer Luxus. Und jede Ärztin und jeder Arzt
hat ein kleines Zimmerchen, während unsere Patienten in vergleichbaren
Räumen oft mit sechs oder acht Personen wohnen. |
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Letzte Aktualisierung am 20.05.2010 16:14:18
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