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Am Abend besuchten wir in
Yogyakarta eine Aufführung des
Ramayana-Epos
Inhalt: In dem Dichter Valkimi zugeschriebenen Werk, der die
bis dato nur mündlich überlieferten Veden zum ersten Mal schriftlich
in Versform festhielt, werden Leben und Schicksal des vorbildhaften
Prinzen Rama, einer Inkarnation Vishnus, erzählt, der auf die Welt
kommt, um diese von dem bösen Dämonen Ravana zu befreien. Die Liebe
zu Sita, seiner schönen und edlen Gattin, die ihm in die Verbannung,
in die ihn sein Vater schickt, in den Wald folgt, nimmt einen
zentralen Raum ein. Sie verbringen eine glückliche Zeit im Einklang
mit der Natur und den Tieren des Waldes.
Da gelingt es Ravana mit einer List in diesen unberührten Kreis
einzubrechen, er entführt Sita in einem “Wagen der Lüfte, der der
Sonne glich” auf eine ferne Insel, nach Sri Lanka. Bei dem Versuch
der Rückgewinnung Sitas trifft Rama auf ein Wesen, dessen
grenzenlose Loyalität sich als sehr wertvoll im Kampf gegen die
Dämonen erweisen sollte: dieses Geschöpf war der Affenmensch Hanuman,
Sohn des Windgottes, unübertroffen an Sanftmut, Klugheit und Kraft.
Nur Hanuman war in der Lage, sich zu einer solchen Größe
aufzublasen, dass er das Meer mit einem Schritt überschreiten
konnte. So findet er Sita, darauf eilt Rama zur Insel, das Heer
Hanumans baut ihm eine Brücke aus ihren Leibern, damit er das Meer
überqueren kann. Mit Hilfe einer riesigen Anzahl von Affenmenschen
und des unfehlbar treffenden Pfeils von Brahma gelingt es Rama, den
mächtigen Ravana zu bezwingen und Sita zurückzuerobern. Zurück in
Ayodhya besteigt Rama nach einer grossen Siegesfeier den Thron.
Hotel Melia Purosani |